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International Nach 25 Jahren Todeszelle: Verfahren mangels Beweisen eingestellt

Eine tragische Geschichte ist zu Ende. Nachdem der kleine Sohn von Debra Milke ermordet worden war, wurde sie der Anstiftung zum Mord beschuldigt und zum Tode verurteilt. Nun ist sie wieder ganz frei.

Nach einem langen Rechtsstreit kann Debra Milke ihre Freiheit geniessen. Ein Gericht entschied am Montag, dass das Verfahren gegen die 51-Jährige endgültig eingestellt wird.

Die in Berlin geborene und in den USA aufgewachsene Tochter eines Amerikaners und einer Deutschen pochte stets auf ihre Unschuld. Sie war verurteilt worden, zwei Männer angestiftet zu haben, ihren Sohn zu töten.

Der vier Jahre alte Christopher war mit einem Mitbewohner seiner Mutter und dessen Freund zu einem Ausflug aufgebrochen. Die Männer töteten das Kind durch Schüsse in den Kopf. Einer der beiden hatte gestanden, die Polizei zum Tatort gebracht und Debra Milke belastet. Sie habe die Männer angestiftet und ihnen Geld geboten. Es gab jedoch keine direkten Beweise für ihre Verwicklung in den Fall.

Vor zwei Jahren hob ein Berufungsgericht die Strafe auf. Da Milke ihren Verteidigern zufolge zu Unrecht inhaftiert wurde, streben sie eine Zivilklage gegen den Staat Arizona und die Polizei an.

23 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Bitte präziser Michael Ende, Zürich und andere. Ich lebe auch „undicht“ auf der anderen Seite vom Teich. Habe mit US-Innen/Aussenpolitik, respektive im Siedlerzeitalter steckengebliebenen Justiz, nichts am Hut. Wir leben nur unter der Fuchtel des "gossen Bruders" im Norden in deren Hinterhof. Dazu noch die anderen vererbten spanisch/portugiesisch, holländisch etc. Conquistadores-Allüren aus Europa. Ausgenommen eingeborene, versklavte Afrikaner oder geköderte Billigarbeiter aus Asien, usw. :-(
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    1. Antwort von m.mitulla, wil
      Auch wir in Europa leben unter der Fuchtel desselben "grossen Bruders" - finanziell, rechtlich, politisch verschffat sich unser "Superbruder" immer mehr Einfluss. Auch wir werden zu einem Hinterhof, und keiner traut sich die Stimme zu erheben. - schöne Grüsse nach Guatemala - und passen Sie auf Venezuela auf!
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    2. Antwort von Michael Ende, Zürich
      @Thomas Käppeli: Wollen Sie bitte verzeihen. Gerade Sie und all jene, die den ausgestreckten Zeigfinger von Uncle Sam satt haben, sind damit nicht gemeint !
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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Fazit der Geschichte:keine Kinder auf die Welt stellen,dann können sie auch nicht "erschossen" oder irgendwie umgebracht(missbraucht,ausgebeutet) werden.(Fall Maddie in Portugal,Fall Luca Mongelli im Wallis,u.v.m.)Eventuell hätte natürlich auch eine Präimplantationsdiagnostik geholfen.Ran an's Werk,die menschlichen Zuchtkühe und Machbarkeitswahn-Fanatker!Das Leben ist nur wunderbar!Phantastisch lebenswert.Ab und zu sollten wir allerdings wieder ein bisschen lernen,zu trauern und zu weinen.
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    In welchem "Rechtsstaat" kann ein Mensch 22 Jahre in einer Todeszelle eingesperrt sein - obwohl die Beweislast ungenügend ist?
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    1. Antwort von Susanne Lüscher, Gossau
      Im gleichen Rechtsstaat, wo man ohne Gerichtsverfahren, ohne Anwalt mittels Patriot Act kann weggesperrt werden kann. Vorsorglich hat in diesem Rechtsstaat der Präsident den NDAA unterschrieben, könnte ja sein, dass sein Volk einmal aufwacht!
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    2. Antwort von c,jaschko, Bern
      M.M. Im gleichen Rechtsstaat, wo man als Nazi frei durch die Strassen laufen kann und alle nicht Nazis als das letzte Dreck beschimpfen kann :-) Wo man Nazi-Opfer leugnen darf, Schwarze als Gorillas bezeicnen darf, etc...
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