Nach blutigem Rachefeldzug: Tausende Polizisten jagen Ex-Kollegen

Fieberhafte Jagd nach einen Ex-Polizisten in Kalifornien: Drei Morde soll der Mann begangen haben. Zwei Menschen hat er angeschossen. Grund: seine Entlassung aus dem Polizeidienst. Er droht mit weiteren Gewalttaten.

Polizisten neben dem ausgebrannten Auto des mutmasslichen Mörders

Bildlegende: Im nördlich von Los Angeles gelegenen Ort Big Bear fahnden die Einsatzkräfte nach dem Verdächtigen. Reuters

Seit Donnerstag läuft eine Grossfahndung nach einem Ex-Polizisten in Kalifornien. Er steht im Verdacht, am Sonntag die Tochter eines früheren Vorgesetzten sowie deren Partner getötet zu haben. In der Nacht zum Donnerstag habe er dann auf zwei Polizisten geschossen. Einer erlag seinen Verletzungen.

Der Polizei-Chef von Los Angeles sprach von einer «extrem besorgniserregenden» Situation. Der Mann soll sehr gefährlich sein und «mehrere Waffen» besitzen.

Sein ausgebranntes Fahrzeug wurde auf einer Waldstrasse in Big Bear gefunden. Die Polizei schloss daraufhin das Skigebiet. Von dem Mann fehlt jedoch jede Spur.

Suspension wegen Falschaussage

In einem Manifest auf seiner Facebook-Seite hat der Ex-Polizist den Rachefeldzug gegen mehrere seiner ehemaligen Kollegen angekündigt. Die Polizei hat Personenschutz für über 40 Polizisten angeordnet.

«Die Attacken hören auf, wenn die Behörden die Wahrheit über meine Unschuld sagen», heisst es in der Botschaft, die dem US-Sender ABC vorlag. Er habe keine Angst vor dem Tod. Seine Opfer habe er schon seit Wochen beschattet.

Der Ex-Polizist war 2009 wegen angeblicher Falschaussagen vom Dienst suspendiert worden.

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Grossfahndung nach dem Täter (unkomm.)

0:23 min, vom 8.2.2013