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International Nahost: Erste Gespräche seit einem Jahr

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas haben erstmals seit einem Jahr wieder miteinander telefoniert.

Die Portraits von Netanjahu und Abbas nebeinander
Legende: Benjamin Netanjahu (Israel) und Mahmud Abbas (Palästina) Das Gespräch ist nicht selbstverständlich, da sich die Länder in einem schwelenden Konflikt befinden. Keystone, Reuters

Das Telefonat zwischen Israel und Palästina ist ein erstes Aufeinanderzugehen nach einer längeren Phase des Konflikts zwischen den Parteien. Netanjahus Büro teilte mit, der Ministerpräsident habe Abbas am späten Freitagabend angerufen, um ihm zum Ende des Fastenmonats Ramadan ein frohes «Eid-al-Fitr-Fest» zu wünschen. Der Mitteilung zufolge versicherte Netanjahu, dass Israels Bürger sich Frieden und Stabilität in der Region wünschten.

Die offizielle palästinensische Nachrichtenagentur WAFA bestätigte das Gespräch. Demnach habe Abbas erwidert, dass es wichtig sei, im nächsten Jahr eine Einigung zwischen den beiden Völkern zu erreichen.

Ein Jahr ohne Annäherungen

Der Zeitung «Haaretz» zufolge fand das letzte Telefonat der beiden Politiker im Juni 2014 statt. Im vergangenen Jahr waren die Beziehungen zwischen Netanjahu und Abbas angespannt. Grund waren unter anderem der Gaza-Krieg und der Beitritt der Palästinenser zum Internationalen Strafgerichtshof.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Wilfried Toll, 80444 Zürich
    Neu ist das gemeinsame Interesse an der Abwehr gegen die IS, die sich immer mehr nähert. Nur die israelische Armee hat da eine Chance.
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    1. Antwort von E. Jenni, Ottikon
      @Toll: Eine shr gute Einschätzung, Herr Toll, denn Zellen des IS befinden sich in der Nähe oder bereits im Gazastreifen. Das ist auch der Grund, warum ich immer wieder darauf hinweise, dass sowohl der sunnitische IS als auch die von dem schiitischen Iran unterstützte Hamas gemeiname Ziele haben, nämlich die Bekämpfung Israels und des Westens! Viele wollen oder können dies nicht sehen. Dieser eliminatorische Kampf steht erst am Anfang und wir würden gut daran tun, Israel dabei zu unterstützen!
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    2. Antwort von James Klausner, Interlaken
      Mit Verlaub E.Jenni, diese Einschätzung Ihrerseits ist nicht so ganz in den Realität zuhause. Sie haben den Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee in Bagdad pünktlich zum Ramadan-Ende mitbekommen? Wir würden eher jede andere Koalition erleben als diese. Sunniten und Schiiten haben keine gemeinsamen Ziele. der IS ist eine Zeiterscheinung auf die man nicht hysterisch reagieren soll, eine retrograde Heldenillusion die nicht alltagstauglich ist, oder gar langfristig staatstragend sein kann.
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    3. Antwort von E. Jenni, Ottikon
      @Klausner: Ich weiss sehr wohl um diesen Umstand und habe auch einen Kommentar dazu geschrieben zu einem anderen Thema heute. Nun, es wundert mich selbst, aber den Fanatikern auf beiden Seiten ist leider alles zuzutrauen. Israel ist ein Stachel im Fleisch des fundamentalistischen Islam, sei er nun sunnitisch oder schiitisch. Also, Fakt ist, dass IS Zellen um oder im Gazasteifen operieren und Hamas (sunnitisch) eine terroristische Org. ist welche vom Iran unterstützt wird. Was sagen sie dazu?
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    4. Antwort von James Klausner, Interlaken
      @E.Jenni: Auf dem Sinai gibt es gewiss Verstecke, in denen sich IS Leute in kleiner Zahl aufhalten mögen, Die Macht des IS ist sicher zu gering für grosse Offensiven, daher versucht man mit Nadelstichen und vielen kleineren Terrorakten Präsenz zu markieren um mächtiger zu wirken, Propaganda ist ja sein Metier, zündeln in der Hoffnung dass der Funken überspringt. Ich halte die Gefahr für Israel insgesamt als gering, mit Terrorschlägen ist zu rechnen. Es gibt Absprachen zw. ÄGY, JOR u ISR...
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    5. Antwort von James Klausner, Interlaken
      Die Gefahr für Israel war während der Mursi Regierung grösser. Die ägyptische Armee ist sitzt mittlerweile fest im Sattel. Mit den Jordaniern hat es sich der IS gründlich verscherzt, die Unterstützung dort ist gering, nach wie vor benutzen Israelis den Flughafen Amman und 'Royal Jordanian' für Reisen im Indischen Raum. Für Israel UND Jordanien gibt es Garantien der USA. Es ist beileibe nicht alles gegen Israel, es gibt auch einen pragmatischen Alltag im Nahen Osten und etliche stille Abkommen.
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  • Kommentar von S. Buso, 8500
    Seit langem die erste friedensfreundliche Aktion, endlich! Natürlich macht er das unter Zwang und wird dabei auch was im Schilde führen, aber immerhin! Auch das winzigste Entgegenkommen Israels ist aussergewöhnlich und muss deshalb honoriert werden!
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    1. Antwort von E. Jenni, Ottikon
      @Buso: Danke für ihre Worte. Kurz zu ihrer Erinnerung: Israel hat in der Vergangenheit und Gegenwart immer wieder gezeigt, dass es bereit ist, Entgegenkommen zu zeigen. Ich denke da in erster Linie an die Abtretung des Gazastreifens 2005 an die Palästinenser. Die Folge: Sämtliche Einrichtungen, inklusive Gewächshäuser, Plantagen und wichtige Infrastruktur welche die Israelis in 40 Jahren aus dem Boden gestapft haben, wurden dem Erdboden gleichgemacht! Dazu kamen drei Angriffskriege gegen Israel!
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    2. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      @E. Jenni: Ihre Formulierung "Abtretung des Gazastreifens" suggeriert, dass dieses Gebiet zu Israel gehört habe und grosszügigerweise den Palästinensern geschenkt wurde. Das ist falsch. Richtig ist, dass die Israelis die völkerrechtswidrige Besetzung hier aufgegeben haben, freilich nur, um die ebenfalls widerrechtliche Besiedlung des Westjordanlandes verstärkt voran zu treiben.
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    3. Antwort von E. Jenni, Ottikon
      @Würz: Falsch, Herr Würz, denn der Gazastreifen wurde lange Jahre von Ägypten wiederrechtlich besetzt und später den Israelis überlassen,weil die Ägypter nichts mit ihm anfangen konnten. Auch hatten sie genug Probleme die ihnen die Palästinenser über die Jahre beschehrten. Die Ägypter sind keine Freunde der Palästinenser, weil ein Ägypter Namens Yassier Arafat Terror und Verwüstung auch dorthin brachte mit der Ermordung Saddat's durch PLO-Terroristen in den 80er Jahren. Sie haben sich getäuscht.
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    4. Antwort von P: Manser, St. Gallen
      Super was wollen die Palestinäser mit einem Stück Land, dass gem. UNO durch die isolierte Lage und Sanktionen Israels, in 15-20 Jahren nicht mehr lebensfähig bzw. entvölkert ist.
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    5. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      @E. Jenni: Sie meinen also, wenn ich Ihnen ein Velo klaue und es dann meinem Nachbarn überlasse, dann gehört es meinem Nachbarn und nicht mehr Ihnen...?
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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Netanjahu ist ein Politiker mit viel Erfahrung und sehr guten Verbindungen. Leider ist der Ausgleich nicht seine Stärke. Und so wird er auch von vielen Gegnern/Partnern gesehen. Als Berater und Fachmann im Hintergrund würde er der israelischen Politik grössere Dienste erweisen. Israel muss sich weiterhin absichern. Doch ein gewisses Entgegenkommen könnte sich als Segen für die Region erweisen. Denn sie nimmt auch den radikalen Gegnern den Wind aus den Segeln. Viel Glück bei echten Fortschritten.
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