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International Nato stoppt Zusammenarbeit mit Russland

Die Nato hat die militärische Kooperation mit Russland ausgesetzt, will den politischen Dialog mit Moskau aber fortsetzen. Das beschlossen die Nato-Aussenminister bei ihrem Treffen in Brüssel.

Legende: Video Nato legt Russland-Zusammenarbeit auf Eis abspielen. Laufzeit 01:09 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.04.2014.

Die Nato legt die zivile und militärische Zusammenarbeit mit Russland auf Eis. Sie begründete dies mit der Besetzung und Eingliederung der ukrainischen Halbinsel Krim in die Russische Föderation.

Nato-Aussenminister.
Legende: Die Nato-Aussenminister haben den Ausschluss Russlands in Brüssel entschieden. Keystone

Der politische Dialog auf höherer Ebene im Nato-Russland-Rat könne aber weitergehen, erklärte die Militärallianz in Brüssel. In erster Linie werde es bei diesen Gesprächen jedoch darum gehen, sich über die Ukraine-Krise auszutauschen.

Zugleich werde die Nato die Zusammenarbeit mit der Ukraine intensivieren, um die Entschlossenheit zur Unterstützung des Landes zu unterstreichen. Dabei werde es um kurz- und langfristige Massnahmen gehen, die die Ukraine in die Lage versetzen sollten, für ihre eigene Sicherheit zu sorgen.

Russland zieht Truppen nicht ab

Der von Moskau angekündigte Abzug russischer Einheiten von der Grenze zur Ukraine ist indessen noch nicht erkennbar gewesen. Das verlautete übereinstimmend aus Brüssel, Berlin und Washington.

«Bedauerlicherweise kann ich nicht bestätigen, dass Russland seine Truppen abzieht», sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Rande eines Treffens der Nato-Aussenminister in Brüssel. «Das ist nicht, was wir sehen.»

Auch Washington reagierte verhalten auf die Angaben Moskaus. «Wir können das bislang nicht erkennen», sagte Regierungssprecher Jay Carney in Washington. «Aber falls sich das als richtig herausstellt, wäre das eine gute Sache.»

Russland hatte am Montag nach eigenen und ukrainischen Angaben damit begonnen, Soldaten von der ukrainischen Ostgrenze abzuziehen. Westlichen Schätzungen zufolge hatte Moskau zuletzt bis zu 40'000 Soldaten an der gemeinsamen Grenze zusammengezogen.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Wurde die NATO nicht gegründet, um "anti-russisch" zu sein. Da werden die Russen aber sehr enttäuscht sein, wenn dieser Verein nun die Zusammenarbeit beendet. Stell dir vor; du heisst Otto und darfst nicht mehr beim "Anti-Otto-Club" dabei sein...
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Die Drohgebärden der Nato gegenüber Russland werden erst dann ernst genommen, wenn die Nato Soldaten schickt. Aber das darf nicht geschehen, Krim hin oder Her! Die Nato würde viel glaubwürdiger aussehen, wenn sie das Gespräch suchen würde, anstatt die "dicke Luft" weiter anzuheizen.
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  • Kommentar von K.D.Waldeck, Bellinzona
    Durch die direkte Unterstützung der Ukraine und offene Bedrohung Russlands, zwingt die NATO Russland zwangsläufig in eine Abwehrposition. Wer mit dem Feuer spielt kann sich leicht verbrennen. Für den Ausbruch des ersten Weltkrieges bedarf es lediglich eines Attentates durch einen Extremisten !
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