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Burkhalter-Nachfolge «Nein, es wird keinen Frauenkampf geben»

Legende: Audio Isabelle Moret will Nachfolge von Burkhalter antreten abspielen. Laufzeit 02:34 Minuten.
02:34 min, aus Echo der Zeit vom 06.08.2017.
  • FDP-Nationalrätin Isabelle Moret will sich für die Bundesratswahl zur Verfügung stellen. Aus der Waadt hat aber auch schon Staatsrätin Jacqueline de Quattro ihr Interesse bekundet.
  • Ein Zweierticket schliesst der Präsident der Kantonalpartei jedoch aus.
  • De Quattro hatte angekündigt, Isabelle Moret den Vortritt zu lassen. Äussern will sie sich aber erst am kommenden Donnerstag.

Isabelle Moret ist sich bewusst, dass der Tessiner Ignazio Cassis ein harter Herausforderer ist. Und auch, dass die italienische Schweiz seit 18 Jahren auf den Wiedereinzug in den Bundesrat wartet.

Legende: Video Cassis hat die besseren Chancen abspielen. Laufzeit 02:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.08.2017.

Als Affront gegenüber dem Tessin sieht sie ihre Kandidatur aber dennoch nicht. Sie vertrete ebenfalls eine Minderheit, die noch gar nie in der Landesregierung war. «Die bürgerlichen lateinischen Frauen waren nie vertreten. Sie warten seit 1848 auf eine Vertretung in der Landesregierung», sagt Moret.

FDP-Frauen zufrieden

Bei den FDP-Frauen ist man hocherfreut, dass nun nach der Waadtländer Staatsrätin Jacqueline de Quattro auch Isabelle Moret ins Bundesratsrennen einsteigt. Doris Fiala, Präsidentin der FDP-Frauen, ist gar zuversichtlich, «dass die FDP Waadt auch tatsächlich diese zwei Damen auf den Schild hebt».

Nur: Dazu wird es nicht kommen. Die FDP Waadt werde an diesem Donnerstag eine Einerkandidatur beschliessen, sagt Frédéric Borloz, Waadtländer FDP-Parteipräsident. Davon geht auch Isabelle Moret aus.

Warten auf de Quattro

Moret wartet darauf, dass sich Ihre Kollegin Jacqueline de Quattro zurückzieht. Doch noch hat Moret keine Antwort erhalten. Gegenüber Radio SRF teilt de Quattro mit, dass sie ihren Entscheid erst an der Vorstandssitzung diesen Donnerstag bekanntgeben werde.

Kommt es also in der FDP Waadt zum Frauen-Duell? «Nein, es wird keinen Frauenkampf geben und ich bin geduldig», sagt Moret.

Es ist fast nicht möglich, dass die FDP sich nicht mindestens zu einem Ticket bekennt, das auch eine dieser Top-Frauen enthält.
Autor: Doris FialaPräsidentin FDP-Frauen
Legende: Video Moret: «Es wird kein Frauenkampf geben» abspielen. Laufzeit 02:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.08.2017.

Ob Isabelle Moret oder Jacqueline de Quattro – für FDP-Frauen-Präsidentin Fiala sind beide gleichwertig. Sie bezeichnet die Ausgangslage als nahezu perfekt und sagt: «Es ist fast nicht möglich, dass die FDP sich nicht mindestens zu einem Ticket bekennt, das auch eine dieser Top-Frauen enthält.»

Will heissen: Auf dem offiziellen FDP-Bundesratsticket steht neben Ignazio Cassis – Isabelle Moret oder Jacqueline de Quattro. Wissen werden wir es am 1. September. Dann entscheidet die FDP-Fraktion in Bern, wen sie offiziell als Kandidat für die Nachfolge von Didier Burkhalter nominiert.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Elisabeth Frehner-Isenring (Denia)
    Diesmal sage ich nicht: Allez, les femmes! Nein, ich finde, dass der Tessiner Kandidat Vorrang hat, bei mehr oder weniger gleichwertigen Qualifikationen. Geduldet euch bis zum Rücktritt von Doris Leuthard. Und warum dann nicht eine bekannte Ostschweizerin namens Karin Keller-Suter? Sie hat genügend sang-froid für diese Aufgabe. Aber das richtige Parteibüchlein fehlt vielleicht!
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Hier schon die erste "Täuschung". Die Frau kann ja gar nicht wissen, ob es einen "Frauenkampf" geben wird. Schon nur deshalb würde ich dieser Frau nicht trauen. Bei mir ist sie abgeschrieben, denn sie weiss genau, dass es Menschen gibt, die Frauen wählen werden, nur weil es eben Frauen sind. Eignung hin oder her.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Irgendwie versucht SRF krampfhaft Spannung in die Sache zu bringen..... gelingt aber nicht....
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      J.Ph. Ducrey,nein Spannung bringt die FDP nicht in die Sache,aber Unruhe weil sie nicht im Stande ist valable Kandidaten aus der Italienisch sprechenden Schweiz zu stellen,deren Vertretung im BR.sicher unbestritten ist.
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