Neue Atomgespräche in Teheran

Eine Delegation der internationalen Atomenergiebehörde ist in Iran eingetroffen. Die Experten wollen Zugang zur Militäranlage Parchin.

Vermeintliche Luftaufnahme von Parchin

Bildlegende: Auf dieser Luftaufnahme sollen Gebäude der Atomanlage von Parchin zu sehen sein. Keystone/Archiv

Dem Iran wird vorgeworfen, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung ein Atomwaffen-Programm zu betreiben. Zu diesem Grund ist eine Expertengruppe der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) eingetroffen. Ein Ziel der Reise: die Militäranlage Parchin genauer unter die Lupe nehmen.

Dort soll der Iran nach Vermutung westlicher Geheimdienste Experimente zur Forschung an Atomsprengköpfen vorgenommen haben. Teheran bestreitet das. Vor einer Besichtigung der Anlage müsse die IAEA das Recht des Iran auf die Entwicklung eines zivilen Atomprogramms anerkennen, hatte Teheran gefordert.

Irans Antwort auf Sanktionen

Die internationalen Sanktionen wegen des umstrittenen Atomprogramms und ein Ölembargo haben das Land in den letzten Monaten in eine Wirtschaftskrise geführt.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschads Antwort darauf? «Man sollte aus den Sanktionen neue Gelegenheiten schaffen.» Er wolle die Abhängigkeit des Landes von Öleinnahmen verringern und andere wirtschaftliche Optionen stärken, sagte er vor Kritikern im Parlament.