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International Neuerlicher Aufruf zum Frieden

In der israelischen Grossstadt Tel Aviv haben am Samstagabend mehrere zehntausend Personen an den ehemaligen Regierungschef Izchak Rabin erinnert, der vor 20 Jahren ermordet worden war. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hielt eine Ansprache bei der Gedenkkundgebung.

Vor 22 Jahren reichten sich der damalige israelische Regierungschef Izchak Rabin und PLO-Führer Jassir Arafat, die Hände zum Frieden.
Legende: Das historische Treffen von Izchak Rabin (links) und Jassir Arafat bei US-Präsident Bill Clinton im Jahre 1993. Reuters

Nach Angaben des israelischen Radios nahmen mehr als 75'000 Menschen an der Gedenkkundgebung teil. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton sagte an der Kundgebung, die Israelis müssten ihre Zukunft mit den Nachbarn teilen und für Frieden einstehen.

Legende: Video Gedenkveranstaltung zum 20. Todestag von Izchak Rabin abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus News-Clip vom 01.11.2015.

Dabei sagte er, die Israelis müssten zu der Überzeugung gelangen, dass Rabin «Recht hatte» und sie ihre «Zukunft mit den Nachbarn teilen» und «für Frieden einstehen» müssten. Alle Teilnehmer der Veranstaltung müssten beim Verlassen des Kundgebungsorts entscheiden, wie Rabins Friedensvermächtnis umzusetzen sei, sagte Clinton, der beim Betreten der Tribüne mit tosendem Beifall bedacht wurde.

Die vorwiegend zum linken und gemässigten Lager gehörenden Teilnehmer hielten Schilder in die Höhe, auf denen etwa «Keine Sicherheit ohne politische Lösung» und «Wir kämpfen für Demokratie» stand.

Rabin der «Friedensstifter»

Gedenken in Tel Aviv. Viele Menschen im Vordergrund, hinten ein grosses Plakat mit dem Gesicht Rabins.
Legende: Gedenken in Tel Aviv: Vor 20 Jahren wurde der damalige Ministerpräsident Rabin ermordet. Reuters

Rabin und der frühere Chef der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Jassir Arafat, hatten 1993 im Weissen Haus als Gäste von Clinton ein in Oslo ausgehandeltes Friedensabkommen unterzeichnet. Seit Rabins Ermordung gab es zwar weitere Verhandlungsrunden, sie brachten jedoch keine Ergebnisse. Derzeit sind die Friedensgespräche vollständig unterbrochen.

Der ehemalige israelische Regierungschef Rabin war Anfang November 1995 von einem jüdischen Rechtsextremen erschossen worden. Zwei Jahre zuvor hatte er ein Friedensabkommen mit den Palästinensern unterzeichnet.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Seltsam, Sadat, Rabin, alle die im gelobten Land ehrlich Frieden wollen, werden irgendwie zum Schweigen gebracht. Würde endlich mit dem "Landklau" für Siedlungen aufgehört und Rechtsextremismus/illegale Siedler in Israel unter Strafe gestellt, bekäme Israel eine sehr menschliche Reputation. Leider ist in einer so militarisierten und zionistischen Gesellschaft der Weg zum Frieden trotz Schalom und Salam sehr weit.
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  • Kommentar von S. Buso (S. Buso)
    Dass der feige mord an rabin überhaupt möglich war liegt daran, dass der shin bet und andere, die es hätten verhindern müssen, wollten, dass der mord geschieht und deshalb extra wegschauten! Rabins grösster feind und widersacher in den eigenen reihen von damals, ein gewisser bibi netanyahu, ist heute ministerpräsident von israel, sogar demokratisch gewählt! Eine schande für israel, den frieden und die ganze welt!
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