Neues indisches Gericht verurteilt Kinderschänder zum Tode

Erste Verurteilung durch Indiens neue Schnellgerichte: Ein Mann wurde wegen Vergewaltigung und Tötung einer Dreijährigen schuldig gesprochen. Das Gericht verhängte die Todestrafe.

Männer halten in gedenken an eine Studentin Kerzen.

Bildlegende: In ganz Indien hat die Vergewaltigung einer 23jährigen Studentin für Empörung gesorgt. Keystone

Eines der neuen indischen Schnellgerichte für  Vergewaltigungen, die nach der grausamen Tat an einer 23jährigen Studentin eingesetzt worden waren, hat das erste Urteil gefällt. Das Gericht in Neu Delhi verhängte die Todesstrafe gegen einen Sexualtäter.

Der Wächter eines Bauernhofes hatte ein drei Jahre altes Kind, das sich verlaufen hatte, vergewaltigt und getötet. Diese abscheuliche Tat sei einer der äusserst seltenen Fälle, die die Todesstrafe rechtfertige, sagte der vorsitzende Richter laut der Zeitung «The Hindu» bei der Urteilsverkündung.

Prozess verzögert

Die fünf Schnellgerichte hatten erst vor zwei Wochen ihre Arbeit aufgenommen. Sie waren als Konsequenz aus der Gräueltat vom 16. Dezember eröffnet worden, bei der eine junge Frau von mehreren Männern in einem Bus vergewaltigt und mit einer Eisenstange gefoltert worden war.

Dieser Fall wird aber wahrscheinlich erst in ein paar Wochen an eines der Schnellgerichte weitergegeben, da die Anwälte der Angeklagten den Prozessbeginn mit zahlreichen Anträgen hinauszögern.

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Indien: «Frauen behandelt wie Freiwild»

3:49 min, aus 10vor10 vom 14.1.2013