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Neues Steuersystem? «Eine revolutionäre Änderung»

Legende: Video US-Präsident Trump zu seinen Steuerplänen abspielen. Laufzeit 00:31 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.09.2017.

US-Präsident Donald Trump ist mit einer euphorischen Ankündigung für eine umfassende Steuerreform in die Offensive gegangen. Das werde «eine revolutionäre Änderung» und eine «historische Steuerentlastung für das amerikanische Volk», sagte Trump in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana, wo er die Eckdaten des neuen Steuersystems vorstellte.

«Die Steuerkürzungen werden deutlich sein», kündigte Trump an. Es seien die richtigen Entlastungen zur richtigen Zeit.

Entlasten, vereinfachen, streichen

So sollen Familien von Durchschnittsverdienern dank einem Steuerfreibetrag von 24’000 Dollar pro Jahr für Ehepaare entlastet werden. Zudem solle das Steuersystem vereinfacht werden und nur noch drei Steuerstufen enthalten: 12, 25 und 35 Prozent. Dies gilt allerdings nur für die Bundessteuern, die Bürger müssen aber auch Steuern in ihren jeweiligen Bundesstaaten zahlen, die von der Steuerreform nicht betroffen sind.

Der Höchstsatz für Unternehmenssteuern soll von 35 Prozent auf 20 Prozent sinken. Die Erbschaftssteuer, «Totensteuer» genannt («Death Tax») – etwa bei der Weitergabe von Familienbetrieben – soll ganz entfallen.

Trump will zusätzlich eine Möglichkeit schaffen, ausser Landes gebrachtes Geld in die USA zurückzuholen. «Derzeit bestrafen wir Unternehmen, wenn sie in den USA sind. Das wird aufhören», sagte Trump.

«Wir entlasten Unternehmen, solange sie in den USA produzieren», betonte er. Er hofft auf einen Effekt für den Arbeitsmarkt und einen Wohlstandsgewinn für den Mittelstand.

Trump erklärte (Video): «Wir werden unsere Bauern und kleinen Unternehmen schützen und machen Steuern einfach, leicht und fair für alle Amerikaner. Und wir werden Steuern kürzen für US-Unternehmen, um wieder konkurrenzfähig zu werden und damit mehr Jobs und höhere Löhne für amerikanische Arbeiter zu erzielen.» Neun von zehn Amerikanern bräuchten Unterstützung, wenn sie die Steuererklärung ausfüllen. In Zukunft solle das auf einem Blatt Papier möglich sein, sagte Trump weiter.

Der Kampf im Kongress

Der Rahmenplan für die Steuerreform war vom Weissen Haus und von den zuständigen Ausschüssen des Senats und des Repräsentantenhauses gemeinsam ausgearbeitet worden.

Wie bei der Gesundheitsreform sind auch bei den Plänen für eine Steuerreform zähe Verhandlungen im Kongress zu erwarten. Die führenden Republikaner müssen einerseits den Rückhalt in den eigenen Reihen sicherstellen – und zugleich bei den oppositionellen Demokraten für die Pläne werben.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Trump braucht irgend etwas das Erfolg bringt, bis jetzt ist seine Regierungszeit eine reine Katastrophe, nichts klappt. Der grosse Jobbeschaffer hat nur versagt, denn in den letzten 2 Monaten hat die Arbeitslosenzahlen wieder zugenommen, die die in den Vormonaten waren kann man noch Obama zuschreiben. Seit 2 Monaten ist die Luft an den Börsen draussen, der Nasdaq ist sogar relevant gefallen. Der Anstieg in den ersten Monaten ist Normal und bei jedem Präsidenten, weil man da neue Hoffnung hat.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Es ist nicht nur Trump, es ist eine ganze Gruppe von Menschen die nimmersatt sind, sie sind die neuen Könige und Kaiser. Man nehme mal Amazone die wollen in den USA oder Canada ein 2 grosses Verteilcenter bauen, das soll 55 000 Arbeitsplätze bringen. Geplant ist alles schon, was macht Amazone? Sie lassen es ausschreiben und schon fangen die Städte an sich zu bewerben mit Steuergeschenken und was noch so anfällt. Dann wird sich einer Brüsten das er Stellen geschaffen hat. Einfach Krank.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      und wenn das jede machen würde, was dann? sie geht in die nächstgelegene buchhandlung schmökert und kauft dort ihr buch oder geht in die nächste pestalozzibibliothek und leiht sich die neuste dvd aus oder ins nächste brocki. sie kauft keine e-books mehr, ausser es wär schad ums gedruckte papier. legt sich eine wunderbare sammlung kluger, oder unkluger, dicker oder dünner bücher an, ja was wenn?
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    wir können life zusehen wie sich ein paar wenige bereichern, millionen zuspielen. der unterschied zwischen einer russischen kleptokratie und einer us-amerikanischen hauchdünnen schicht von schwerreichen ist schon jetzt gleich null. diese 'elite' der unersättlichen braucht es nicht einmal mehr zu verheimlichen. das phänomen je mehr ich fähig bin, den vielen alles abzunehmen, desto grösser der applaus, ist alt und spricht nicht gerade von grosser erkenntnisfähigkeit zu sehen was da läuft.
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