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International Obamas Plädoyer für die Religionsfreiheit

In Washington geht heute die dreitägige Extremismus-Konferenz zu Ende. US-Präsident Barack Obama warnte zum Abschluss einmal mehr vor der Vorstellung, der Westen befände sich im Krieg mit dem Islam.

Legende: Video Obama: Militärische Mittel allein reichen nicht aus abspielen. Laufzeit 0:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.02.2015.

Seit Dienstag beraten Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Washington über die Herausforderungen durch den gewalttätigen Extremismus.

Das seit Monaten geplante Treffen stand unter dem Eindruck des brutalen Vorgehens der IS-Miliz in Syrien und im Irak sowie der islamistisch motivierten Anschläge von Paris und Kopenhagen.

Wenn die Menschen frei sind, ihre Religion auszuüben wie sie wollen, hilft das, vielfältige Gesellschaften zusammenzuhalten
Autor: Barack ObamaUS-Präsident

Zum Abschluss warnte US-Präsident Barack Obama eindringlich vor einer Gleichsetzung extremistischer Ideologien mit dem Islam. Eine solche Darstellung sei «eine hässliche Lüge» der Terroristen: «Wir alle haben die Verantwortung, sie zurückzuweisen, unabhängig von unserer Religion.»

Obama betonte, dass Religionsfreiheit ein wesentlicher Pfeiler im Kampf gegen den Terrorismus sei. «Wenn die Menschen frei sind, ihre Religion auszuüben wie sie wollen, hilft das, vielfältige Gesellschaften zusammenzuhalten».

Obama will den «IS» zerstören

Neben präventiven Massnahmen zur Verhinderung von Radikalisierung halte die USA im Kampf gegen den Terror an militärischen Massnahmen fest. Die US-Armee werde «wenn nötig» weiter gegen Al-Kaida-Anhänger vorgehen. Im Irak und in Syrien werde die US-geführte Koalition nicht nachlassen in ihrem Bemühen, die IS-Miliz «zu schwächen und zu zerstören».

Mit militärischen Mitteln allein sei das Problem aber nicht zu lösen, mahnte der Präsident. In den USA und überall auf der Welt müsse die Gesellschaft dafür sorgen, dass Menschen erst gar nicht in die Fänge von Extremisten gerieten.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Ich habe mir die Rede von Obama angehört: Dieser Mann ist ein islamophiler Narr, der an einem sehr gefährlichen Mass von Realitätsverweigerung leidet. Wenn der mächtigste Mann der Welt ein derart falsches, gestörtes Bild des Islams propagiert, ist das für den Westen ein enormes Problem. Terroristen wie die ISIS verzerren den Islam nicht - im Gegenteil: Sie befolgen Koran und Sunna haargenau! Jeder Gräuel, den wir bisher gesehen haben, kann mit einer Sure, Hadithe oder Fatwa rechtfertigt werden.
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  • Kommentar von Felix Buchmann, Bättwil
    Einmal mehr kluge, verständige Worte des US-Präsidenten, dessen Regierung und Land von vielen Leuten reflexartig mit Kriegstreiberei und Weltverschwörung gleichgesetzt werden. Er hat ja so recht! In einem guten Zürcher Quartier stehen seit Jahrzehnten eine christliche Kirche und eine Moschee samt Minarett in nächster Nähe, ohne einander weh zu tun. Heute schaukeln sich die Scharfmacher gegenseitig hoch. Die "schweigende" vernünftige Mehrheit sollte sich endlich mehr zu Wort melden!
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  • Kommentar von D. Schmidel, St. Gallen
    Die politisch proklamierte Religionsfreiheit hat keinen Einfluss auf den religiösen Fanatismus oder Extremismus. Islamisten holen sich ihr Rüstzeug zum Terror direkt und ohne Umwege aus der Religion, in diesem Fall aus dem Koran. Nur so ist es ihnen möglich, auch eine human orientierte Entwicklungshelferin umzubringen. Nur Menschen, die auch bereit sind, ihrer Religion Grenzen zu setzen, können allgemein soziale und humane Elemente in ihr Leben mit einschliessen. Bsp. "Pfarrer segnet Lesben"
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