Original-KZ-Tür in Dachau bleibt verschwunden

Der Diebstahl der Dachauer KZ-Tür mit der zynischen Parole «Arbeit macht frei» sorgte für Entsetzen. Zum 70. Jahrestag der KZ-Befreiung werden die Gäste aber ebenso wie einst die Häftlinge durch eine Türe mit dieser Inschrift gehen.

Es geschah in der Nacht vom 1. auf den 2. November 2014. Unbekannte heben das schwere Tor mit der Inschrift «Arbeit macht frei» aus den Angeln und bringen es weg. Seither ist das Eisentor zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers-Dachau verschwunden.

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Das Tor mit der zynischen Inschrift ist wieder da – als Kopie

0:14 min, vom 29.4.2015

Von den Dieben der KZ-Tür fehlt nach wie vor jede Spur. Die Polizei tappe im Dunkeln, sagte Stiftungsdirektor Karl Freller. «Wir vermuten schwer, dass es einen rechtsradikalen Hintergrund hat. Aber es gibt keinerlei Hinweise.»

Der gleiche Diebstahl ereignete sich auch schon im KZ Auschwitz. Die rechtsextremen Täter waren aber rasch gefasst und die Tür sichergestellt worden.

Genau vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager Dachau von der US-Armee befreit. Die KZ-Gedenkstätte wird neben dem neuen Tor auch eine Tafel mit einem historischen Bild, Erklärungen des Symbolgehalts und der Beschreibung des Diebstahls anbringen.