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International Papst bittet Missbrauchsopfer um Vergebung

Papst Franziskus hat sich persönlich bei den Opfern sexuellen Missbrauchs durch Priester entschuldigt. «Ich fühle mich berufen, mich der Sache anzunehmen», sagte er vor Kinderschützern. Zahlreiche Missbrauchsfälle hatten die katholische Kirche in den vergangenen Jahren in eine Krise gestürzt.

Papst Franziskus
Legende: Papst Franziskus hat eine Kommission gegen Kindesmissbrauch eingerichtet. Keystone

Papst Franziskus hat die Opfer von Kindesmissbrauch durch Priester in der katholischen Kirche um Vergebung gebeten. «Ich fühle mich berufen, mich der Sache anzunehmen, des Bösen, das einige Priester getan haben (...), und um Vergebung zu bitten, für den Schaden, den sie angerichtet haben, für den sexuellen Missbrauch an Kindern», sagte der Pontifex bei einem Treffen mit Vertretern einer Kinderhilfsorganisation im Vatikan.

Die Kirche sei sich der schlimmen Folgen bewusst und wolle keinen Schritt zurück machen bei der Behandlung des Problems und der Bestrafung der Täter.

Papst kündigte entschlossenes Vorgehen an

«Es ist ein persönlicher und moralischer Schaden, verübt durch Männer der Kirche», betonte Franziskus. Das Oberhaupt der katholischen Kirche hatte im Dezember eine Kommission gegen Kindesmissbrauch eingerichtet. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr hatte er angekündigt, entschlossen gegen Fälle von sexuellem Missbrauch in der Kirche vorgehen zu wollen.

Die katholische Kirche war im Jahr 2010 von einem Skandal um jahrzehntelangen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen erschüttert worden. In den folgenden Jahren wurden zahlreiche Fälle von Missbrauch durch Kirchenvertreter in mehreren Ländern bekannt.

7 Kommentare

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  • Kommentar von A. Vespucci, Zentralschweiz
    Das was ich (als römisch-katholischer Anhänger) versuche den Leuten klarzumachen: Die Kirche ist NICHT die Religion. Man muss lernen die Kirche von der christlichen Religion zu trennen. Die Gesetze der Kirche wurden erst nach der Zeit der 10 Gebote, den Aposteln und der Bibel aufgebaut bzw erkauft und erschwindelt. Ich hoffe das die guten Seiten des Christentums (wie z.B. Nächstenliebe) nicht verabscheut werden wegen den Taten und der Geschichte der Kirche.
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    1. Antwort von Karl Paul, St. Gallen
      Hätten sie Priester den Begriff der Nächstenliebe nicht so wörtlich genommen, wäre den Kindern viel Leid erspart geblieben. Nächstenliebe übrigens ist keine Erfindung des Christentums. Dieser Begriff taucht bereits im Alten Testament auf. Mit Nächsten waren auch nicht alle anderen Menschen gemeint, sondern nur die Juden unter sich.
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    2. Antwort von Max Sommer, Effretikon
      Na das ist natürlich auch ein super cop-out, alle Taten die von religiösen Menschen im erklärten Namen der Religion gemacht werden haben gar nix mit der Religion an sich zu tun, die würde doch nie was böses.
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  • Kommentar von Pankraz Mai, SG
    Um Vergebung bitten ist gut - aber damit kann es niemals getan sein! Mich ekelt diese Institution nur noch an! Ich würde ihr niemals mehr ein Kind anvertrauen!
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  • Kommentar von Karl Paul, St. Gallen
    Um sich das ungefähre Ausmass der Tragödie vor Augen zu führen, empfehle ich den erschütternden Wikipedia Beitrag: Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche. Es ist einfach unfassbar, welches Leid diese Kirche den Kindern auf der ganzen Welt angetan hat. Es handelt sich dabei nicht um zahlreiche Fälle, wie uns der Papst weismachen will, sondern um unzählige Fälle, welche ans Licht gekommen sind. Von der Dunkelziffer mal ganz zu schweigen. Schrecklich.
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    1. Antwort von Hilmar Müller, Zürich
      Besten Dank für den Hinweis auf den Wikipedia-Artikel. Dafür erhalten Sie einen Hinweis auf die über 50 Jahre ungeklärten Missbrauchsfälle in Deutschland/ Bayern. Googeln Sie einfach den Namen Georg Friedrich Zimmermann. Was Sie dort finden, wird Sie erschaudern lassen. Aus der Heimatdiözese des früheren Papstes BXVI.
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    2. Antwort von Martina Bluemer, Aarau
      Bei den Moslems ist es noch schlimmer. Dort werden 9jährige Mädchen zwangsverheiratet
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