Neuer Chef für die Schweizergarde

Mit dem neuen Papst Franziskus hat auch die Schweizergarde einen neuen Dienstherrn. Was ändert sich für den Sicherheitsdienst im Vatikan mit dem neuen Papst? Darüber sprach SRF-Sonderkorrespondentin Beatrice Müller mit dem Kommandanten Daniel Anrig.

Mit knapp einem halben Quadratkilometer ist der Vatikan der kleinste unabhängige Staat der Welt. Von den rund 800 Einwohnern der Enklave auf dem vatikanischen Hügel im Nordwesten Roms haben nur knapp 600 die vatikanische Staatsangehörigkeit – die meisten von ihnen sind kirchliche Würdenträger.

Oberhaupt ist der Papst mit voller gesetzgebender, ausführender und richterlicher Gewalt. Für seine Sicherheit sorgt unter anderem die 1506 gegründete Schweizergarde.

«Wir sind eine dienende Institution, diskret im Hintergrund, so dass der Papst  wirken kann», sagt Daniel Anrig. Der Papst ist der oberste Dienstherr, die Aufgabe der Garde ist es dem Papst zu dienen – wenn nötig gar das Leben hinzugeben – «das wird sie bestimmt auch unter dem neuen Papst tun», so der Kommandant der Schweizergarde.

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Der Kommandant der Schweizergarde im Interview

2:17 min, vom 14.3.2013

Kommandant Anrig war beim Konklave «letzter Mann» der Schweizergarde, wie er sagt. Er stand an der Pforte zur Sixtinischen Kapelle. Anrig war einer der ersten, der dem neuen Papst gegenüberstand.