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International Paris will raus aus Mali – die UNO hat andere Pläne

Die UNO will einen Kampfverband in Mali. Das Gros der Truppe sollen die bereits im Land stationierten französischen Verbände bilden. Nur: Paris will seine Soldaten abziehen.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Bildung eines Verbandes zum Kampf gegen Islamisten in Mali vorgeschlagen. Die Einheit solle kein formelles UNO-Mandat erhalten, erklärte Ban dem Sicherheitsrat. Das Gremium solle den Kampfverband jedoch informell billigen.

Paris will Truppen abziehen

Aus Diplomatenkreisen verlautete, dass die bereits in Mali stationierten französischen Truppen den Kern der Einheit bilden würden. Zudem regte Ban an, die in Mali eingesetzten afrikanischen Soldaten der UNO zu unterstellen. Ein derartiger Blauhelmeinsatz solle eine Stärke von 11'200 Mann aufweisen, zuzüglich 1440 Polizisten.

Islamisten hatten die Hälfte von Mali unter ihre Kontrolle gebracht, bis sie von französischen Soldaten in die nördlichen Berge zurückgedrängt wurden. Die Regierung in Paris will ihreTruppen Ende April wieder abziehen. Der Verteidigungsetat Frankreichs soll gekürzt werden.

Frankreich steht mit einem Bein in der Rezession: Experten gehen davon aus, dass sich die Talfahrt im ersten Vierteljahr fortgesetzt hat. Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit dürfte die Stimmung der Konsumenten in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Euro-Zone belasten.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    Grund aller Probleme in Mali ist die Vertreibung der Söldner von Al-Qaddhafi, die ihre Ausrüstung natürlich nicht in Libyen zurückliessen. Chaos in Libyen wurde durch Frankreich, die USA und die Mitläufer der NATO verursacht. Somit sind DIESE VERANTWORTLICH, die Sicherheit in Mali wieder herzustellen. Zudem müssen USA mit Sammelklagen dazu verpflichtet werden, jedes Nanogramm der verschossenen, abgereicherten Uranmunition in Libyen zu entfernen und für die Missgeburten aufzukommen.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Rudlolf R. Blaser: Die meisten Söldner von Al-Qaddhafi kommen ursprünglich aus Mali, Niger etc. somit ist klar, dass sie dorthin zurückkehren. Wann richten Sie die erste Sammelklage gegen die USA und haben Sie stichfeste Beweise über den Einsatz von Uranmuniton in Lybien. Wenn nein, sollten Sie lieber schweigen, sonst zeigt Sie plötzlich die US-Botschaft in Bern an wegen "übler Nachrede" (Ironie aus)
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Wie ich schon früher kommentierte: Die ECOWAS-Truppen, zusammen mit den malischen Truppen müssen dringendst u. schnellstens ausgebildet werden. Die ECOWAS-Staaten haben selbst grosse Defizite bei der Ausrüstung u. Ausbildung der eigenen Einheiten. Auf die malischen Truppen kann man in den nächsten 12 Mte. kaum zählen. Es gibt nur eins: NATO-Ausbilder rein u. die UNO muss die finanz. Last v. FR mind. teilw. mittragen.
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  • Kommentar von R. Studer, 4144 Arlesheim
    Die Einzigen, die prädestiniert sind, Ordnung zu schaffen wollen raus! Und wir wollen rein, nur um auszubilden! Da lachen ja die Hühner.
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    1. Antwort von joe Keller, Schaffhausen
      .. und alle Osterhasen stimmen ins Lachkonzert ein.
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