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International Polizeieinsatz in St. Denis forderte drei Tote

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat bestätigt, dass in den Trümmern der Attentäter-Wohnung ein weiterer Körper gefunden wurde. Dieser konnte zwischenzeitlich identifiziert werden. Derweil stieg die Zahl der Todesopfer auf 130.

Beschädigte Fassade des Hauses
Legende: Beim Grosseinsatz in St. Denis sprengte sich eine Frau in die Luft. Keystone

Bei der Erstürmung der Wohnung der mutmasslichen Attentäter kamen drei Personen ums Leben. Die Pariser Staatsanwaltschaft gab die Entdeckung eines weiteren Körpers bekannt.

Bisher konnte nur der mutmassliche Drahtzieher der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, identifiziert werden. Die Staatsanwaltschaft bestätigte nun, dass der gefundene Frauenkörper jener von Hasna Ait Boulahcen ist.

Die Ermittler hatten zuvor eine Frauenhandtasche in der Wohnung in St. Denis sichergestellt. In dieser befand sich ein Pass, der auf den Frauennamen Hasna Ait Boulahcen lautete.

Boulahcen führte zum Drahtzieher Abaaoud

Die Überwachung von Hasna Ait Boulahcen wegen Drogenvergehen führte Polizeikreisen zufolge die französischen Sicherheitskräfte auf die Spur des mutmasslichen Drahtziehers der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud.

Die Polizei habe das Telefon von Hasna Aitboulahcen überwacht, von der auch bekannt gewesen sei, dass sie Kontakt zu Abaaoud unterhalten habe. Dadurch sei es gelungen, die 26-Jährige im Pariser Vorort Saint-Denis ausfindig zu machen, hiess es weiter.

Am Dienstagabend sei beobachtet worden, wie die junge Frau Abaaoud in das am Mittwoch gestürmte Haus führte. Es gibt Vermutungen, dass Ait Boulahcen die Cousine Abaaouds ist.

Zahl der Todesopfer steigt

Der französische Premierminister Manuel Valls gab derweil bekannt, dass die Zahl der Todesopfer auf 130 gestiegen ist. Beim Attentat wurden rund 350 Personen verletzt, knapp 100 davon schwer.

Fast 800 Hausdurchsuchungen

Seit den Pariser Attentaten gab es in Frankreich 793 Hausdurchsuchungen. Dies gab der französische Innenminister Bernard Cazeneuve bekannt.

107 Personen seien vorläufig festgenommen worden, 90 von diesen kamen in Polizeigewahrsam. 164 Menschen seien unter Hausarrest gestellt worden. Gemäss Cazeneuve sind im Rahmen der bisherigen Durchsuchungen 174 Waffen beschlagnahmt sowie 250'000 Euro sichergestellt worden.

Allein in der vergangenen Nacht erfolgten den Angaben des Innenministeriums zufolge 182 Hausdurchsuchungen. 20 Menschen seien dabei festgenommen und 76 Waffen beschlagnahmt worden.

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