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International Polizeigewerkschaft fordert Zaun an deutscher Grenze

Die Deutsche Polizeigewerkschaft will mit einem Zaun an der Landesgrenze Flüchtlinge aufhalten. Deutschland stehe vor sozialen Unruhen, warnt Gewerkschaftschef Rainer Wendt in der «Welt am Sonntag». Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse nun die «Notbremse» ziehen.

Eine Person blickt aus einem Fenster eines Zuges.
Legende: In Slowenien wird die Armee für die Betreuung der ankommenden Flüchtlinge eingesetzt. Reuters

Nachdem Ungarn die Grenze zu Kroatien geschlossen hat, versuchen zahlreiche Flüchtlinge, über Slowenien nach Österreich und Deutschland zu gelangen. Die slowenischen Behörden haben die Armee aufgeboten, um die Tausenden ankommenden Flüchtlinge in Empfang zu nehmen, zu registrieren und zu betreuen.

In der aktuellen Flüchtlingssituation fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft nun, dass an der Grenze des Landes ein Zaun gebaut wird. «Wenn wir ernst gemeinte Grenzkontrollen durchführen wollen, müssen wir einen Grenzzaun bauen», sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt der Zeitung «Welt am Sonntag». Mit dem Zaun sollen Flüchtlinge aufgehalten werden.

Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft.
Legende: «Unsere innere Ordnung ist in Gefahr», warnt Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Reuters

«Die Notbremse ziehen»

Wendt will mit dem Bau eines Zauns ein Signal an andere Länder aussenden. Wenn Deutschland seine Grenzen schliesse, werde auch Österreich die Grenze zu Slowenien dichtmachen. «Genau diesen Effekt brauchen wir.»

Zudem forderte der Chef der Polizeigewerkschaft die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, die «Notbremse» zu ziehen. Deutschland dürfe die Botschaft, dass alle herkommen sollen, nicht länger kommunizieren, sagte Wendt. «Unsere innere Ordnung ist in Gefahr. Wir stehen vor sozialen Unruhen.»

Die slowenische Regierung teilte mit, man werde die Grenze zu Kroatien grundsätzlich so lange offen halten, wie die Flüchtlinge weiter nach Österreich und Deutschland reisen könnten.

40 Kommentare

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  • Kommentar von A. Zuckermann (azu)
    Wer Waffen in unstabile Regionen liefert, bekommt in Zukunft nicht nur die Moneten, sondern auch die Vertriebenen Menschen. Das ist nur fair...
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Ist ja lustig: Als die Ungarn den Zaun bauten, wurden sie als Faschisten beschimpft. Und nun kommt Deutschland auf dieselbe Idee. Aber vielleicht haben die aufbrechenden Flüchtlinge nun schon gemerkt, dass die frommen Sprüche der deutschen Regierung nur dazu dienten, diese persönlich als Retter der Humanität darzustellen. Billiger wäre es gewesen, ihnen wie bei Obama den Friedensnobelpreis zu verpassen. Dann wären die humanistischen Störsignale nicht in den Nahen Osten gesendet worden.
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  • Kommentar von c jaschko (politically correct player)
    Unkontroliertes D ist das Problem Europas, immer war immer will :-) Nach welchem Recht bitte hat sich D erlaubt all die Flüchtlinge nach Europa einzuladen ohne vorher die Absprache zu halten mit dem Rest der Europäer ? Wenn die Merkel wirklich helfen wollte da hätte sie Jumbo Jets in die Türkei senden können um vor Ort Auswählen zu dürfen aber nein das Ziel ist Europa zu zerstören um NWO endlich aufbauen zu können :-) Was wir hier erleben hat nichts mit Politik zu tun es ist der reine Wahnsinn !
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