Putin verteidigt Milliardenhilfe für Ukraine

Der russische Präsident hat sich in seiner Jahrespressekonferenz zu den Beziehungen zur Ukraine geäussert. Die Milliardenhilfe sei keine Reaktion auf die prowestlichen Proteste in dem Land.

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Putin gibt Jahrespressekonferenz

1:30 min, aus Tagesschau am Mittag vom 19.12.2013

Der russische Präsident verteidigte vor den Medien die Milliardenhilfe für die krisengeschüttelte Ex-Sowjetrepublik als Unterstützung für ein «Brudervolk».

Das Land sei in eine wirtschaftliche, soziale und politische Krise geraten, sagte Putin zu Medien. «Wir sollten uns wie enge Verwandte verhalten und das ukrainische Volk in dieser schwierigen Situation unterstützen», so der Kremlchef.

Russland hatte dem Land nach seiner Abkehr von der Europäischen Union 15 Milliarden US-Dollar Finanzhilfe sowie einen 30-prozentigen Rabatt auf Gaslieferungen gewährt.

Kein Schelmenstreich gegen die EU

Putin versicherte, dass diese Hilfen zu marktwirtschaftlichen und international üblichen Bedingungen gewährt würden. Es handele sich nicht um eine Reaktion auf die prowestlichen Proteste gegen die ukrainische Führung in Kiew, sagte er.

Zugleich begrüsste Putin, dass die Ukraine mit Rücksicht auf ihre nationalen Interessen auf Unterzeichnung eines weitreichenden Abkommens über die Zusammenarbeit mit der EU verzichtet hat.

Die Abkehr von der EU hatte in der Ukraine Massenproteste der Opposition um den Boxweltmeister Vitali Klitschko ausgelöst.