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Regierungskrise in Italien Cottarelli will mehr Zeit

Legende: Video Italien: Regierungsbildung zieht sich hin abspielen. Laufzeit 02:25 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.05.2018.
  • Die Zusammenstellung einer Übergangsregierung in Italien zieht sich in die Länge.
  • Der designierte Ministerpräsident Carlo Cottarelli traf mit Staatspräsident Sergio Mattarella zusammen. Erwartet worden war, dass er dabei eine Ministerliste vorstellen wird.
  • Nun will sich Cottarelli am Mittwoch erneut mit Mattarella zu Beratungen treffen.
Leeres Rednerpodest.
Legende: Rom: Warten auf die neue Regierung. Reuters

Italien hat die Krise noch nicht überwunden. Nach dem Rückzug von Giuseppe Conte ringt auch der designierte Ministerpräsident Carlo Cottarelli mit der Regierungsbildung.

Weiteres Gespräch angekündigt

Cottarelli verliess den Präsidentenpalast nach einem ersten Treffen kommentarlos. Es war erwartet worden, dass er dem Staatschef seine Ministerliste für eine Übergangsregierung vorlegen würde. Ein Sprecher des Präsidialamts kündigte jedoch für Mittwoch ein weiteres Gespräch an.

Möglicherweise steht auch das Kabinett von Wirtschaftsexperte Carlo Cottarelli auf der Kippe. Die Nachrichtenagenturen Reuters und Ansa berichteten übereinstimmend, Cottarelli erwäge einen Verzicht auf die Regierungsbildung. Damit würde er den Weg zu Neuwahlen am 29. Juli ebnen, erfuhr Reuters aus Parteikreisen.

Dementi aus dem Präsidentenpalast

Der Präsidentenpalast wies die Gerüchte zurück, wonach Cottarelli seinen Regierungsauftrag zurückgeben werde. «Wir sind dabei, einige Aspekte bezüglich der Ministerliste zu vertiefen, doch wir werden dazu nicht lange brauchen», sagte Cottarelli nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Damit dementierte Cottarelli Spekulationen, nach denen er das Handtuch werfen wolle, da seine Übergangsregierung bei der Vertrauensabstimmung im Parlament keine Mehrheit zustande bringen dürfte.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von R. Raphael (R.Raphael)
    Herr Chauvet, dann nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass der Euro von Anbeginn eine Fehlkonstruktion ist und war. Die negativen Auswirkungen werden nun spürbar. Wenn sich ein Volk dagegen wehrt, dann ist dies höchste Zeit und mehr als verständlich. Derweil nun die Eurokraten eingreifen, verschieben sie ledigluch den Crash etwas in die Zukunft und meinen. sich dabei reinwaschen zu können....
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  • Kommentar von Michael Räumelt (Monte Verita)
    Arrivederci Demokratie...Der deutsche EU-Haushaltskommissar G. Oettinger bei Twitter mit folgender Aussage: »Die Märkte werden die Italiener lehren, das Richtige zu wählen.«
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Immer noch nicht verstanden, dass die Rechtspopulisten Italiens einen Anschlag auf die Euro-Zone vorhaben. Die Euro-Gemeinschaftswährung betrifft 19 EU-Länder und wenn eine italienische Regierung hier sich als schmarotzender Geisterfahrer einbringen will, hat EU-Kommissar Öttinger, genauso wie es EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici getan hat, sehr wohl das Recht, den Italienern frank und frei die Grenzen aufzuzeigen,
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  • Kommentar von R. Raphael (R.Raphael)
    Merkwürdig wie man mittlerweile in der EU mit einer Klappe den Volkswillen nicht mehr zu respektieren braucht.....
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass es sich 18 Euro-Staaten nicht bieten lassen können, dass der italienische "Volkswille", also der eines Landes ihnen ihr Geld kaputt macht. Im übrigen ist die Bildung einer nationalen Regierung Sache der Italiener selbst und sie sind damit offensichtlich überfordert. Ihre Behauptung, dass "man mittlerweile in der EU mit einer Klappe den Volkswillen nicht mehr zu respektieren braucht....." ist völlig daneben.
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