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International Republikanische Breitseiten gegen Trump

Donald Trumps Erfolg am «Super Tuesday» hat die traditionellen Republikaner wachgerüttelt. Sie wollen jetzt eine Nomination Trumps unbedingt verhindern und greifen den Immobilienmogul frontal an. Doch lässt sich der Trump-Express so noch stoppen?

Legende: Video «Republikaner gegen Trump» abspielen. Laufzeit 1:38 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.03.2016.

In einer TV-Debatte in der Nacht kam Präsidentschaftsbewerber Donald Trump stark unter Beschuss aus den eigenen Reihen.

«Zwei Drittel der Wähler haben in den Vorwahlen nicht für dich gestimmt», erklärte Konkurrent Marco Rubio und ergänzte: «Du bist gar kein konservativer Politiker».

Hinter Rubio hatte sich in den letzten Tagen das republikanische Partei-Establishment gestellt.

Die Parteiführung unternimmt damit einen späten und verzweifelten Versuch, Trump als Präsidentschaftskandidat der Republikaner noch zu verhindern.

Kandidatensuche ausserhalb der Partei

Seit dem «Super Tuesday» warnen immer mehr traditionelle Republikaner vor Trump. Mitt Romney, Präsidentschaftskandidat der Republikaner im Jahr 2012, sagte gestern in einer Rede, Trump habe weder das Temperament noch das Urteilsvermögen für das Präsidentenamt. Er veräpple die Wähler, mogle sich ins Weisse Haus und würde dem Land einen Bärendienst erweisen.

Trump entgegnete darauf in für ihn typischer Manier, Mitt Romney sei ein Verlierer. Vor vier Jahren habe dieser noch um Trumps Unterstützung gebettelt: Romney wäre sogar vor ihm auf die Knie gefallen, wenn er das gefordert hätte. So verzweifelt sei Romney gewesen.

Überraschung am Ende der TV-Debatte

Einige Establishment-Republikaner denken nun laut darüber nach, einen ihnen genehmeren Präsidentschaftskandidaten ausserhalb der Republikanischen Partei zu lancieren. So müssten die Wähler im Herbst nicht zwischen Clinton und Trump wählen, sagen sie.

Am Ende der TV-Debatte vergangener Nacht kam es aber zu einer Überraschung: trotz der Attacken gegen Trump sagten die verbliebenen Konkurrenten zu, am Ende der Vorwahlen den Kandidaten der Republikaner zu unterstützen. Auch wenn er Trump heissen sollte.

20 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Seit Obama am Ruder ist, verhält sich die "Politelite" in der USA genau wie bei uns die Linken gegen die SVP. Da geht es nicht mehr um etwas Vernünftiges, sondern da geht es nur noch darum, Trump zu vernichten (Hyänen). Dabei ist Trump ein offener und guter Kandidat. Er ist der einzige, der Amerika weg von der "Polit-Korruption" bringen kann. Er will die freiwillige soziale Unterstützung für Bedürftige. Aber nur für die US-Amerikaner +nicht für "Wirtschaftsflüchtlinge". Nur das ist realistisch!
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Ich weiss nicht, was sie bei dem so super finden. Wenn ein Kandidat sich vor allem im Beleidigen der andern Kandidaten auszeichnet ist er definitiv ungenügend für dieses Amt. Ich bin überzeugt, der weiss nicht wo die Schweiz liegt.
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    2. Antwort von M. Roe (M. Roe)
      Planta: Nehmen Sie Ihre Scheuklappen weg. Die andern machen das auch, oder sehen Sie das nicht? Das ist der Wahlkampf: Geben und Zurückgeben. Und das wegen der Schweiz ist möglich. Die andern wissen es aber auch nicht. Obama wüsste es auch nicht, wenn nicht einmal jemand behauptet hätte, er hätte Verwandtschaft in der Schweiz.
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  • Kommentar von Doris Loegel (Doris Loegel)
    Die Live-Theaterstücke der jeweiligen Präsidentschaftskandidatenanwärter alle vier Jahre in den USA zum Besten geben sind jeweils mehr oder weniger amüsant oder ernst zu nehmen. Ich kann nach wie vor nicht nachvollziehen, wie das amerikanische Volk je nach Inhalt darauf abfährt. Politische Versprechen sind ja noch verständlich und nachvollziehbar, wenn jedoch ein Kandidat wie Trump noch die Grösse seines "besten Stücks" in einem Live-Auftritt zur Sprache bringt,kann ich das nicht ernst nehmen!
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    1. Antwort von Nico Basler (Bebbi)
      Es war mir schon immer klar, dass dieser Herr (wie heisst er schon wieder?) nur hormongesteuert sein kann.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Trump und seinen Wahlkampfstil zu unterschätzen kann gefährlich sein. Sein Gespür für das Volk ist gut. Eine Gewisse Ähnlichkeit mit Reagan ist nicht zu übersehen, auch wenn anders vorgeht. Ausserdem spricht er die Träume einer grossen Schicht Enttäuschter an. Dass er Minderheiten angreift, macht ihn für weite Teile weisser US-Bürger sympathisch. Diese fühlen sich von Minderheiten bedroht und sehen ihre Pfründe davon schwimmen.
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