Zum Inhalt springen

Rettungsarbeiten eingestellt Erneut starkes Erdbeben in Mexiko

Rennende Menschen auf der Strasse.
Legende: In Mexiko-Stadt rannten die Menschen verängstigt auf die Strassen. Reuters
  • Mexiko ist von einem weiteren starken Erdbeben erschüttert worden, es ist das dritte innerhalb von zwei Wochen.
  • Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 6,2 lag im Süden des Landes im Bundesstaat Oaxaca. Laut Behörden sind dabei mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen.
  • Auch in Mexiko-Stadt wurde erneut Erdbebenalarm ausgelöst. Die Suche nach Überlebenden des schweren Bebens vom Dienstag musste vorübergehend unterbrochen werden.

Das Epizentrum des neuen Erdbebens lag im Süden Mexikos im Bundesstaat Oaxaca bei der Stadt Unión Hidalgo. Sie liegt 700 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt an der Grenze zu Guatemala.

Gemäss Fernsehberichten sind in der Stadt Juchitán acht Gebäude eingestürzt. Die meisten waren bereits evakuiert worden, weil sie Schäden nach dem Beben vom 7. September aufwiesen. Eine ebenfalls bereits beschädigte Brücke in der Stadt Ixtaltepec stürzte vollständig ein.

Auch in Mexiko-Stadt wurde Erdbebenalarm ausgelöst. Menschen rannten dort verängstigt auf die Strassen. Allerdings seien die Erdstösse längst nicht so heftig zu spüren gewesen wie am Dienstag, als ein Beben der Stärke von 7,1 das Land erschüttert hatte, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa. Dafür ging in der Hauptstadt die Angst vor weiteren Katastrophen um, zumal der nahe gelegene Vulkan Popocatepetl eine Aschewolke ausstiess.

Rettungsarbeiten unterbrochen

Der Leiter der Zivilschutzbehörde, Luis Felipe Puente, ordnete eine Unterbrechung aller Rettungsarbeiten an, damit die Rettungskräfte nicht gefährdet werden. Allein in Mexiko-Stadt waren durch das Beben am Dienstag rund 50 Gebäude eingestürzt, daneben wurden besonders die Bundesstaaten Morelos und Puebla schwer getroffen.

Damit gab es nun innerhalb von zwei Wochen drei schwere Erdbeben im Land. Beim Beben der Stärke 8,1 am 7. September starben 98 Menschen – damals lag das Epizentrum aber draussen im Pazifik.

Beim zweite Beben vom Dienstag starben mindestens 307 Menschen, davon alleine 160 in Mexiko-Stadt. Trotz der geringen Chancen, Überlebende zu finden, gehe die Suche weiter, sagte Puente. In Mexiko-Stadt wurden bislang rund 70 Menschen lebend geborgen.

Legende: Ein neues Erdbeben der Stärke 6,4 hat vier Tage nach dem Beben mit rund 300 Toten Mexiko erschüttert. SRF

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Käppeli (thkaepp)
    Fühle mit den Mexikanern mit. Um so mehr ich in nächster Nachbarschaft lebe und es uns hier, schon während ich diesen Leserbeitrag aufsetze, auch unerwartet erwischen kann. Wie ich vor ein paar Tagen schrieb, war es für mein subjektives Bauchgefühl die letzten Jahre tektonisch etwas zu ruhig. Dies bedeutet auch, dass sich an den fallas (Bruchstellen) der Kontinentalplatten höhere Spannung aufbauen. Besser, wenn sich diese in vielen kleinen Einzelbeben entladen, als in wenigen grossen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen