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International Russland baut eine zweite Basis am Schwarzen Meer

Insgesamt 206 Kriegs- und Versorgungsschiffe will die russische Armee bis 2016 im Schwarzen Meer stationieren. Dazu baut es einen neuen Stützpunkt. Das sei nötig, weil die Schiffe der Nato ständig da seien, sagt ein Admiral der russischen Marine.

Putin vor Matrosen
Legende: Präsident Putin wird in Noworossijsk auf einem Kriegsschiff der russischen Marine begrüsst. Reuters/Archiv

Russland will seine Schwarzmeer-Flotte deutlich ausbauen und nahe der Stadt Noworossijsk einen zweiten Marinestützpunkt fertigstellen. Bei einem Besuch von Präsident Wladimir Putin in der Hafenstadt am Dienstag sagte der Kommandant der Flotte, Vizeadmiral Alexander Witko, bis 2020 solle die Streitmacht mehr als 80 neue Kriegsschiffe erhalten.

Der Stützpunkt Noworossijsk solle bis 2016 fertig sein. Der Hauptstützpunkt der Flotte ist Sewastopol auf der Krim. Er war ursprünglich von der Ukraine gepachtet worden. Im März gliederte Russland nach einer umstrittenen Volksabstimmung die Halbinsel Krim in sein Staatsgebiet ein.

Nato führt viele Manöver durch

Der zweite Marinestützpunkt in der Region sei wegen der Nato-Ausdehnung notwendig, sagte der Admiral. Mit den zusätzlichen Schiffen werde die Schwarzmeerflotte auf 206 Kriegs- und Versorgungsschiffe anwachsen. «Schiffe der Nato sind permanent im Schwarzen Meer präsent», sagte Witko.

Die Nato hält regelmässig Militärmanöver in der Region ab, vor allem seit dem Beginn der Ukrainekrise. Nach Angaben aus Nato-Kreisen in Brüssel gibt es entgegen den Angaben von Witko jedoch keine Pläne für einen Nato-Stützpunkt.

37 Kommentare

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  • Kommentar von Franziska Meier, Zürich
    Antirussische Kommentare sind die Folge der schlechte Bildung der Bevölkerung und Inormationschaos der pro-amerikanischen schweizermedien.
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    1. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Wow, Franziska Meier :-) Wer gut gebildet ist, muss für Ihren Putin sein :-) Übrigens sollten Sie nicht "Anti-Putin" mit "antirussisch" gleichsetzen. Das ist genau das Problem autokratischer Herrscher, dass sie sich mit dem von ihnen geprägten Land gleichsetzen. Ich kenne genug Russen, welche die gegenwärtig herrschende Clique überhaupt nicht mögen.
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  • Kommentar von Felix Buchmann, Bättwil
    Die Infrastruktur in der russischen Provinz ist in einem erbärmlichen Zustand, Russen verlassen millionenweise ihr Land, um im Westen ein neues, aussichtsreicheres Leben anzufangen – und welche Antwort hat Herr Putin auf diese drängenden Probleme parat? Aufrüstung und aussenpolitische Abenteuer!
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    1. Antwort von Franziska Meier, Zürich
      Herr Buchmann, sie verwechseln anscheinend die Russen mit Ukrainer oder mit Littauen oder Latvien. Russien verlassen ihr Land millionenweise nicht! Das ist Unwahrheit, die Sie stets in den westlichen medien hören. Mein herzliches Beileid..... Sie müssen mehr Bücher lesen.
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    2. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Doch, doch, Franziska Meier, die millionenweise Abwanderung und die erschreckend niedrige Geburtenrate ist seit Jahren ein grosses Problem in Russland. Versuchen Sie bitte nicht, gut informierte Leute für dumm zu verkaufen :-)
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  • Kommentar von Hans König, Häusernmoos
    Der Westen hat diese Reaktion der Russen bewusst herausgefordert. In letzter Zeit wird weltweit eifrig an der Rüstungsschraube nach oben gedreht, was daraus wird, erlebt die Welt in ca. 10 bis 20 Jahren.
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