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International Schneider-Ammann am Nukleargipfel: Schweiz als «gutes Beispiel»

Am Gipfel über nukleare Sicherheit in Washington hat Bundespräsident Johann Schneider-Ammann gefordert, dass die Bestände an radioaktivem Material weltweit abgebaut werden. Die Schweiz verhalte sich vorbildlich, indem sie die Zentralisierung von radioaktivem Material vorantreibe.

Legende: Video Nuklear-Gipfel: Was beschlossen wurde abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 02.04.2016.

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hat am Gipfel über die nukleare Sicherheit in Washington dazu aufgerufen, sicherzustellen, dass Terroristen oder andere Unbefugte kein radioaktives Material in die Finger bekommen. Nicht nur waffenfähiges Nuklearmaterial, sondern auch weniger gefährliche radioaktive Stoffe müssten streng gesichert werden. Denn damit könne man sogenannte schmutzige Bomben bauen, sagte Schneider-Ammann.

Weiter forderte der Bundespräsident die Staatengemeinschaft auf, im Nuklearbereich weiter abzurüsten. «Dies fördert die nukleare Sicherheit.» Die weltweiten Bestände von Atommaterial müssten reduziert werden. Und Staaten, die im Besitz von hoch angereichertem radioaktivem Material seien, sollten dieses zentral lagern. «So können die Bestände besser lokalisiert und reduziert werden.»

20 Kilo Plutonium in die USA überführt

Dabei sei die Schweiz mit gutem Beispiel vorangegangen, führte Schneider-Ammann aus. Rund 20 Kilogramm Plutonium habe der Bund kürzlich in die USA überführen lassen. Auch etwas mehr als zwei Kilogramm hoch angereichertes Uran aus dem stillgelegten Forschungslabor der Universität Basel seien dorthin exportiert worden.

Das meiste hoch angereicherte Material lagert jedoch nicht in Labors, sondern in Armeeanlagen: «83 Prozent der weltweiten Bestände sind im militärischen Bereich zu finden», sagte Schneider-Ammann.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Guggisberg (gugmar)
    20kg waffenfähiges Plutonium in die USA geliefert, das anschliessend in Deutschland stationiert wird und das ist ein gutes Beispiel? Er hät's auch gleich in der CH verbauen können. Merkt er nicht, dass er von der USA instrumentalisiert wird, damit diese Ihre willkürlichen Sanktionen und ausbeuterische Politik der Einmischung in die Politik anderer Staaten zu rechtfertigen versuchen ? Und glaubt, die USA würde Ihr nukleares Potential vernichten? Auf welchem Planeten lebt BR Schneider-Ammann?
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Man kann immer etwas fordern, doch als nicht-Atommacht verhallt dieser Wunsch wohl Walde der Bedeutungslosigkeit.- Als Fazit dieser Reise kann BR JSA höchstes bekanntgegeben: Außer Spesen nichts gewesen oder anders gesagt: Verpflegung und Flug waren gut.
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      Ist es nicht etwas Grössenwahn von der kleinen Schweiz wenn Hr.J.S.A. "fordert" dass radioaktives Material weltweit abgebaut werden soll? Ich denke ausser Spesen und einer Foto mit Obama hat diese Reise nichts gebracht.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Von der UdSSR gibt des auch noch ein paar ausgemusterte Atom-U-Boote, die irgendwo auf dem Meeresgrund vor sich hin rosten. Man darf nicht vergessen: Bis in die 50er Jahre hielt man Radioaktivität für harmlos. Auch die Schweiz hätte heute eine Atombombe, wenn man damals das Projekt nicht aus Kostengründen abgebrochen hätte. Ich man mich noch erinnern: Anfangs 60er konnten wir beim Schuhmacher die Füsse in einen Kasten stecken. Wenn man oben rein guckte, sah man die Knochen der Füsse.
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