Zum Inhalt springen

International Schüsse auf der Krim

Russische Truppen haben beim Sturm auf eine ukrainische Militärbasis auf der Krim einen ukrainischen Offizier getötet. Der Vorfall habe sich in einem Stützpunkt in der Krim-Metropole Simferopol ereignet, sagte ein Militärsprecher der Agentur Interfax.

Bewaffnete Soldaten auf dem Dach der Militärbasis.
Legende: Der Vorfall ereignete sich auf der ukrainischen Militärbasis in Simferopol. EVN

Bei der Erstürmung einer ukrainischen Militärbasis auf der Krim durch russische Truppen ist ein ukrainischer Offizier erschossen worden. Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte einen ukrainischen Militärsprecher mit den Worten, der Mann sei im Nacken und am Schlüsselbein getroffen worden. Der Vorfall habe sich in einem Stützpunkt in der Krim-Metropole Simferopol ereignet.

Die russischen Soldaten hätten die Zentrale der Militäreinrichtung eingenommen und den Kommandanten festgesetzt. Die ukrainischen Soldaten hätten es abgelehnt, ihre Waffen niederzulegen und sich verbarrikadiert.

Legende: Video SRF-Korrespondent Wanner: Nachrichtenlage ist unübersichtlich abspielen. Laufzeit 0:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.03.2014.

«Das ist ein Kriegsverbrechen»

Ein ukrainischer Soldat sagte im Fernsehen, rund 20 ukrainische Soldaten hätten es abgelehnt, sich zu ergeben. Bei ihnen seien 10 bis 15 weitere Personen, darunter Frauen. Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk erklärte, die russischen Soldaten hätten das Feuer auf die ukrainischen Kräfte eröffnet. «Das ist ein Kriegsverbrechen», sagte er.

SRF-Korrespondent Christoph Wanner betonte in der «Tagesschau», die Nachrichtenlage vor Ort sei ziemlich unübersichtlich. Die Meldungen besagten zwar, dass es zu einem Schusswechsel kam, bei dem ein Offizier tödlich verletzt und ein weiterer ukrainischer Soldat schwer verletzt wurden. Doch: «Es könnte gut sein, dass auch diese Meldungen wieder dementiert werden.»

Vorbereitungen auf beiden Seiten

Das Verteidigungsministerium der Ukraine teilte derweil mit, nach dem Vorfall seien ukrainische Soldaten auf der Krim autorisiert worden, ihre Waffen zu benützen.

Legende: Video Ukraine verschiebt Truppen an die russische Grenze abspielen. Laufzeit 0:23 Minuten.
Vom 18.03.2014.

Die ukrainischen Militäreinrichtungen auf der Krim stehen seit Wochen unter Kontrolle von russischen Truppen. Diese waren vor dem Referendum auf die Halbinsel gekommen.

Die ukrainische Regierung hat Soldaten an der ostukrainischen Grenze zu Russland in Stellung gebracht. Russische Truppen bereiten sich für Manöver nahe der ukrainischen Grenze vor.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M.Meier, Lenzburg
    Schweiz verhält sich mal wieder "mustergültig"! Zuallererst mal sich gar nicht zu Wort melden+abwarten! Ist immer gut, am Schluss weiss man immer am Besten, was hätte getan werden müssen! 2. Ukraine gab Atomwaffen ab an Russland, dafür erhielt es die Zusicherung von Russland in Zukunft beschützt zu werden von Russland gegen jeden Agressor! Blöd gelaufen kann man da nur sarkastisch sagen! Will Putin wirklich testen was es verträgt? Und Westen wartet zu? Wehret den Anfängen hiess es doch immer!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Abzuklären wäre,aus welcher Waffe der Schuss abgegeben worden ist.Wenn die Soldaten sich geweigert haben ihre Waffen niederzulegen,waren sie in Folge dessen noch im Besitze von Solchen.WAS STIRBT ZUERST,WENN MAN UNBEDINGT KRIEG WILL?DIE WAHRHEIT!Das Leben zu verlieren,bzw.erschossen zu werden,ist DAS Berufsrisiko des Soldaten schlechthin.Krieg ist keine Farce und auch kein Kinderspiel.Das sollten eigentlich auch"kindliche Gemüter"zur Kenntnis nehmen.Wieso also diese stetigen Repressionen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Man mag stark an dieser Aussage zweifeln! Beim Aufstand in Kiew wurde auch behauptet, dass es Pro-Russische Schützen gewesen wären, die auf Demonstranten geschossen hätten. Nachdem die Krim an Russland verloren, muss eine neue Taktik her, damit die Stimmung möglichst aufgeheizt bleibt & keine Ruhe einkehrt & vor allem die EU & Amerika das Interesse am Konflikt nicht verlieren.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      @A.Käser: Sie schieben dem getöteten ukrainischen Soldaten die Schuld zu, übersehen aber die Örtlichkeit des Vorfalles: Was haben russische Truppen in einer ukrainischen Basis verloren?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von A.Käser, Zürich
      O.Würz/..der Vorfall habe sich in einem Stützpunkt der Krim-Metropole Simferopol ereignet...Die Krim hat sich am 16.03.2014 als von der Ukraine unabhängig erklärt.Militärs,die sich nicht zur neuen,gewählten Staatsform bekennen wollen oder können steht es frei,ihren Dienst zu quittieren bzw.den gegenwärtigen ukrainischen Machthabern zur Verfügung zu stellen.Dazu gehört,dass sie ihre Waffen abgeben und dorthin gehen,wo es ihnen behagt.Ein"fremdes"Militär hat auf der Krim nichts"verloren".
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Juha Stump, Zürich
      @A. Käser: Sie haben eine bedenkliche Einstellung zur Politik und zu Menschenrechten. Tatsache ist, dass die angegriffene ukrainische Einheit noch gar keine Gelegenheit bekommen hatte, sich hinter die neue Staatsgrenze zurückzuziehen oder zu den Russen überzulaufen. Die Angreifer konnten gar nicht erst abwarten. - @E. Waeden: Wie so viele andere überschätzen auch Sie die Fähigkeiten der USA und der EU gewaltig. Sooo gut und sooo einflussreich sind sie in der Ukraine gar nicht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen