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International Schweizerin in Mali zum zweiten Mal entführt

Eine Schweizer Missionarin ist in der Nacht aus ihrem Haus in der malischen Oasenstadt Timbuktu entführt worden. Dort lebte und arbeitete sie seit mehreren Jahren.

Lehmgebäude und die Wüste Sahara im Vordergrund.
Legende: Timbuktu ist eine Oasenstadt in Mali am südlichen Rand der Sahara mit über 50'000 Einwohnern. Keystone

Eine bereits einmal im April 2012 im Norden Malis entführte Schweizerin ist in der Nacht auf Freitag in Timbuktu erneut von bewaffneten Männern entführt worden. Die Frau war seit Jahren in Timbuktu als Missionarin tätig. Dies teilte ein Sprecher der malischen Armee mit. «Die Männer waren bewaffnet», sagte er. «Sie haben geklopft, sie hat geöffnet. Und sie sind mit ihr weggegangen.»

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat Kenntnis von der Entführung, wie es auf Anfrage mitteilte. Es bestätigte, dass es sich um die schon einmal entführte Frau handelt. Die Schweizer Vertretung vor Ort stehe in Kontakt mit den lokalen Behörden, welche für die Lösung dieses Entführungsfalls zuständig seien.

Bereits 2012 verschleppt

Die Frau – eine Baslerin – war bereits im April 2012 von Islamisten verschleppt worden. Nach Vermittlungen durch die Regierung von Burkina Faso wurde sie nach neun Tagen freigelassen. Die Islamisten liessen sie offenbar unter der Bedingung frei, dass sie nicht in die Wüstenstadt zurückkehre, um zu missionieren.

Zwei im Jahr 2011 in Timbuktu von der Islamisten-Organisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi) entführte Ausländer, ein Südafrikaner und ein Schwede, sind dagegen bis heute in Gefangenschaft.

Der Norden Malis war im Frühjahr 2012 in die Hände von Dschihadisten-Gruppen gefallen. Französische Streitkräfte hatten Anfang 2013 eine Offensive gegen Islamisten und Rebellen im Norden des westafrikanischen Krisenstaats gestartet. Deren Vormarsch Richtung Süden wurde dadurch gestoppt, die Sicherheitslage blieb aber seitdem angespannt.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Schaub (Kripta)
    Alle guten Dinge sind drei - vielleicht klappt es ja nochmals.
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  • Kommentar von Thomas Lienhard (mazzok)
    Was haben eigentlich im Jahre 2016 überhaupt Missionare auf Religions-Trip in Afrika verloren. Das muss man grundsätzlich verbieten. Den der Globale moderne Wissenstand ist heute auf einem ganz anderen Level als Religion. Immer diese Prediger der Religionen. Folgen davon, Seit mehr als 2000 Jahren Krieg und Totschlag. "Glauben ist wichtig für die Existenz eines jeden Wesen. Doch hat Glauben nichts mit Religion und Gott gemeinsam. Religion ist nur eine Geschichte, und beschreibt die Geschichte!"
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  • Kommentar von Samuel Saurer (Sämi)
    Und der Schweizer Steuerzahler muss dann wieder aufkommen für etwaige Lösegelder, Heimflug, psychologische Betreuung durch Care-Team, Behandlungskosten / Psychopharmaka, et cetera et cetera. Ich kann zwar nicht ihre über Missionarsarbeit urteilen oder inwiefern sie dort gutes tut, aber sie wurde schon einmal von den Wüstengaunern davor gewarnt, nie wieder nach Mali zurückzukehren - und prompt hat sie's dennoch gemacht.
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    1. Antwort von Felice Limacher (Felima)
      Das sind Mutmassungen die Sie da anstellen Herr Saurer. Niemand, auch Sie , wissen nicht wie das ausgehen wird. Be- und Ver-urteilen sollten wir sowieso sein lassen, da wie die Beweggründe im Detail nicht kennen...
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