Somalischer Innenminister entkommt Bombenanschlag

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Fahrzeugkolonne der Regierung sind in Somalias Hauptstadt Mogadischu elf Menschen getötet worden. Innenminister Abdikarim Huseen Gulled, der sich im Konvoi befand, entkam unverletzt. In den Fahrzeugen befanden sich auch Vertreter der Regierung Katars.

Video «Bilder des Anschlagsortes. (unkommentiert)» abspielen

Bilder des Anschlagsortes. (unkommentiert)

0:18 min, vom 5.5.2013

Ein Attentäter steuerte sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in den Konvoi und brachte es zur Explosion. Innenminister Abdikarim Huseen Gulled entkam dem Attentat unverletzt.

In dem angegriffenen Autokonvoi befand sich auch eine Delegation des Ölemirates Katar. Die Mitglieder der katarischen Delegation seien in den gepanzerten Wagen unverletzt geblieben. Bei den Toten und fünf Verletzten handelte es sich den Angaben nach um Somalier, zumeist um Passanten.

Zu dem Attentat bekannte sich die Extremistengruppe Al-Schabaab, die gleichzeitig mehr Anschläge androhte. Die der Al-Kaida nahestehende Gruppe kämpft gegen die somalische Regierung, die sie als «Marionetten des Westens» bezeichnet.

Weitere Anschläge angedroht

Die Strasse war gerade erst nach einer dreitägigen Sperre für den Verkehr wieder freigegeben worden. Die Regierung hatte nach Anschlagsdrohungen der islamistischen Miliz die Sperrung der Verkehrsachsen Mogadischus angeordnet.

Die Al-Schabaab hatte nach 2007 grosse Teile Somalias und der Hauptstadt erobert, war aber 2011 mit Hilfe afrikanischer Eingreiftruppen aus Mogadischu vertrieben worden. Seitdem hat sich die Miliz auf Bombenanschläge verlegt.