Zum Inhalt springen
Inhalt

Streit um Unabhängigkeit Mariano Rajoy macht Wahlkampf in Katalonien

Legende: Video Wahlkampf in Katalonien abspielen. Laufzeit 00:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.11.2017.
  • Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy ist am Sonntag nach Barcelona gereist.
  • Er nahm dort an einer Wahlveranstaltung seiner konservativen Volkspartei (PP) für die katalanischen Neuwahlen am 21. Dezember teil.
  • Es ist der erste Besuch in der Regionalhauptstadt seit der Kontrollübernahme der Zentralregierung in Katalonien.

In seiner Rede forderte Rajoy die so genannte «schweigende Mehrheit» auf, bei der Wahl ihre Stimme abzugeben – und dabei ihrer Ablehnung einer Abspaltung der Region von Spanien Ausdruck zu verleihen, damit dort wieder Normalität einkehren könne.

Katalonien ist Spanien und Spanien ist Katalonien.
Autor: Mariano RajoyMinisterpräsident von Spanien

«Katalonien ist Spanien und Spanien ist Katalonien», erklärte Rajoy unter dem Applaus seiner Parteikollegen. Eine Mehrheit der Katalanen ist gegen die Unabhängigkeit, jedoch verschafft sie sich seit Monaten weniger Gehör als die Befürworter der Trennung.

Appell an Firmen

Zudem appellierte Rajoy an die Unternehmen, Katalonien nicht den Rücken zu kehren.

Wir müssen das unternehmerische und dynamische Katalonien zurückbekommen, das so viel für den Fortschritt getan hat.
Autor: Mariano RajoyMinisterpräsident Spaniens

«Wir müssen das sensible, praktische, unternehmerische und dynamische Katalonien zurückbekommen, das so viel für den Fortschritt Spaniens und Europas getan hat», sagte Rajoy in seiner Rede.

Wegen der Unsicherheit über die Zukunft Kataloniens haben bereits mehr als 2400 Firmen ihren Hauptsitz aus der wohlhabenden Region im Nordosten Spaniens abgezogen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnte im Oktober vor einer Rezession in Katalonien.

Tausende auf den Strassen Barcelonas

Rajoy hatte nach einem Unabhängigkeitsbeschluss der Regionalregierung Ende Oktober erstmals den Artikel 155 der spanischen Verfassung angewandt und die Regionalregierung entmachtet. Erst am Samstag waren Hunderttausende Separatisten auf die Strassen gegangen, um gegen die Festnahme von acht Ex-Mitgliedern der katalanischen Regierung zu protestieren. Dabei forderten sie auch den Abzug der «Besatzungsmacht» aus Madrid.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.