Syrien wappnet sich mit Notfallplänen

In Syrien laufen die Vorbereitungen des Landes auf einen drohenden Militärschlag auf Hochtouren. Machthaber Baschar al-Assad mobilisiert seine Riegen.

Assad

Bildlegende: Syriens Präsident Assad schart seine Anhänger um sich, indem er an ihren Kampfgeist appelliert. Keystone/archiv

Syriens Ministerpräsident Wael forderte in einer Sitzung mit Führungsmitgliedern aus Damaskus und den Regionen, sämtliche Kräfte zu mobilisieren. Ziel sei es, die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Öl sicherzustellen. Auch das Strom- und Kommunikationsnetze will das Assad-Regime aufrecht erhalten.

Gleichzeitig versuchte der Ministerpräsident zu beruhigen. Es gebe strategische Reserven für sämtliche Rohstoffe, versicherte er. «Wir werden sämtlichen Sabotage-Versuchen der Staatsfeinde widerstehen», fügte der Politiker hinzu.

«Wir werden als Sieger hervorgehen»

Angesichts der Gefahr einer internationalen Militärintervention in seinem Land hat auch Assad selbst sein Volk auf den Widerstand gegen eine westliche Militärintervention eingeschworen. Das staatliche Fernsehen zitierte ihn mit den Worten: «Syrien wird sich gegen jeden Angriff verteidigen.»

Zudem appellierte er an den Kampfgeist seiner Anhänger. «Dies ist eine historische Herausforderung, aus der wir als Sieger hervorgehen werden», sagte Assad.

«Seit dem Beginn der Krise warten wir darauf, dass unser wahrer Feind sich zeigt», sagte Assad. Er wisse, «dass Eure Moral gut ist und dass Ihr bereit seid, jeder Aggression zu trotzen und das Vaterland zu schützen».

Opposition will hartes Vorgehen

Die Allianz der syrischen Oppositionsgruppen ihrerseits hat die westlichen Länder eindringlich zu einem Militärschlag gegen das Assad-Regime aufgefordert. «Sie dürfen es nicht allein bei Worten belassen», sagte der Vorsitzende der Syrischen Nationalen Koalition.

«Wenn sich die westlichen Staaten zurückhalten, wird Assad daraus schliessen, dass er folgenlos Verbrechen begehen kann. Unsere Leute laufen dann Gefahr, ausgerottet zu werden», so der Vorsitzende der Oppositionsgruppen. Nur ein Militärschlag werde Assad beeindrucken. Sollte es eine Intervention geben, werde sich das Regime nicht mehr lange halten können.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Obama hat noch nicht entschieden

    Aus Tagesschau vom 29.8.2013

    Die ganze Welt fragt sich: Greifen die USA in Syrien ein? Er habe noch keine Entscheidung getroffen, sagt Präsident Obama nun in einem Interview. Dass das Assad-Regime chemische Waffen eingesetzt hat, ist für ihn aber unbestritten.