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Krieg in Syrien Syrische Armee stoppt Attacken auf Ost-Aleppo

Während der Feuerpause sollen laut dem russischen Aussenminister Lawrow 8000 Zivilisten aus der Stadt gebracht werden.

Legende: Video Ausweglose Situation in Aleppo abspielen. Laufzeit 4:42 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.12.2016.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die syrische Armee hat nach Angaben des russischen Aussenministers Sergej Lawrow heute ihre Angriffe im Osten Aleppos unterbrochen.
  • Während der Aussetzung der Angriffe würden demnach 8000 Zivilisten aus der Stadt gebracht.
  • Die Menschen müssten dabei einen Weg von rund fünf Kilometern aus der umkämpften Stadt zurücklegen.
  • Zudem kündigte Lawrow nach Angaben der Agentur Interfax ein Treffen russischer und amerikanischer Experten für kommenden Samstag in Genf an. Sie sollten ein Abkommen mit einer Lösung für Ost-Aleppo fertigstellen.

Für Lawrow besteht diese Lösung darin, dass alle Regimegegner die Stadt verlassen und ebenso die Zivilisten, die das wünschten. Der Minister hatte am Rande der OSZE-Konferenz am Mittwoch und Donnerstag auch mit seinem US-Kollegen John Kerry gesprochen.

Vor der russischen Ankündigung hatte die UNO derweil ihre Forderung nach einer Waffenruhe für Aleppo bekräftigt. Der Grund: Hunderte kranker und verletzter Kinder würden darauf warten, den Osten der umkämpften syrischen Stadt verlassen zu können.

In diesem Zusammenhang zeigte sich der zuständige Nothilfekoordinator enttäuscht darüber, dass Hilfslieferungen für die notleidende Bevölkerung in Ost-Aleppo ausblieben – zumal die Vereinten Nationen seit diesem Sommer jeden Tag versucht hätten, die Bevölkerung mit Hilfsgütern zu versorgen.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Wenn die syrische Armee ihre aktiven Kampfhandlungen in Ost-Aleppo wirklich ausgesetzt hat, dann vielleicht auch deshalb, weil man der westlichen Wertegemeinschaft das Gefühl geben wollte nicht ganz das Gesicht zu verlieren...
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Nun wird sich zeigen, ob die Söldner abziehen - oder sich neu eindecken mit Munition.
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  • Kommentar von Chasper Stupan (kritischabündner)
    Es ist schön, dass Menschen die Gefahrenzone verlassen können und nicht sterben müssen. Trotzdem kommt das natürlich einer ethnischen Säuberung gleich - der ursprüngliche Wunsch war mehr Demokratie. Terror gegen die eigene Bevölkerung, der Stellvertreter-Konflikt USA-RUS, eine Terrororganisation die das Machtvakuum ausnutzte und Millionen Zivilisten, die zu Flüchtlingen wurden - die Bilanz ist ernüchternd und beschämend ... ganz egal wie dieser Konflikt ausgeht.
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Der ursprüngliche Wunsch war die Beseitigung Assads, der sich den US-Interessen und den US-Verbündeten in der Region querstellte. Das mit dem mehr Demokratie sollte man nach Afghanistan, Irak und Libyen wissen, dass es mit der Beseitigung einer Regierung nicht geht! Und das wusste natürlich die "Assad-muss-weg" Koalition! Das mit der Demokratie war reine Propaganda. Zudem scheinen die USA und der Westen mit Ländern wie Saudi-Arabien, Katar u.a. Golfmonarchien keine grosse Mühe zu haben.
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