Zum Inhalt springen

Syrische Chemiewaffen Washington droht mit Präventivschlag

Donald Trump
Legende: Trump droht Assad schon im März 2017 mit Vergeltung. Auch damals ging's um Chemiewaffen. Den Worten folgten keine Taten. Keystone

Die US-Regierung ist zu Militärschlägen in Syrien bereit, um das Regime von Präsident Baschar al Assad davon abzuhalten, chemische Waffen einzusetzen. Das erklärten hochrangige US-Regierungsvertreter in Washington.

Die Regierung Syriens sei möglicherweise dabei, neue und wirksamere Chemiewaffen zu produzieren, hiess es. Zudem müsse verhindert werden, dass die Waffen ausser Landes gerieten und eventuell die USA damit bedroht würden, verlautete es aus Regierungskreisen.

Arbeitet Regime an neuen Chemiewaffen?

«Sie werden weiterverbreitet, wenn wir nichts unternehmen», sagte einer der Insider. Die internationale Gemeinschaft müsse deshalb den Druck auf Staatschef Baschar al-Assad erhöhen. Den Regierungskreisen zufolge setzen mit Assad verbündete Truppen weiter Chemiewaffen in kleineren Mengen ein.

Angriffe in jüngster Zeit deuteten darauf hin, dass Syrien weiterhin Chemiewaffen produziere, obwohl das Land gemäss einer Abmachung aus dem Jahr 2013 keine solchen Waffen besitzen dürfe. Auch geht man in Washington davon aus, dass an der Entwicklung neuer chemischer Waffen gearbeitet wird.

US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr einen Luftangriff auf einen syrischen Fliegerhorst angeordnet. Zuvor waren bei einer syrischen Attacke auf ein Rebellengebiet Dutzende Menschen getötet worden. Nach US-Darstellung wurde dabei Giftgas eingesetzt. Assad bestreitet dies.

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Frank Henchler (Fränki)
    Ohne die Russen, wäre Assad längst Geschichte. Danke Putin
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Es bringt doch nichts Syrien noch weiter zu destabilisieren. Wenn die syrische Regierung Chemiewaffen produziert und einsetzt ist das logischerweise nicht in Ordnung. Aber was bringt ein Präventivschlag jetzt? Nur eines, man macht eine schon schlimme Situation noch unlösbarer. Man sollte den IS besiegen. Dann kann man die restlichen Gruppen an einen Tisch setzten und sagen, entweder ihr löst eure Probleme oder andere tuen es. Was hätten sie wohl lieber?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Luzius Brotbeck (LuziBrot)
      Genau! Da der IS quasi besiegt ist, vermeintlich Verbündete fallen gelassen werden (Kurden-Milizen in Syrien und Nord-Irak) bzw. sich vermeintlich "gemässigte" Rebellen (wie FSA, nun mit Türkei gegen kurdische YPG/SDA kämpfen), als radikal-islamist. Milizen & unzuverlässige Partner entpuppen, während primär RU& Iran das sagen haben, scheinen die USA zunehmend die Legitimation zu verlieren, in Syrien (völkerrechtswidrig) präsent zu sein bzw. Syrien zu bombardieren! P.S: USA-Giftgas-Beweise hm?!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Charles Grossrieder (View)
    Hier sehen wir wohl ein zweites Irak Scenario, man muss einen Grund finden den Herrn Assad von der Macht zu entheben, da er den einen Nachbarn ein Dorn im Auge ist und den Russen und dem Iran zu nahe steht. Kann man den US noch trauen, einer Regierung welche im gleichen Atemzug verkündet, dass diese Ihr Atomarsenal staerken will?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen