Syrische Opposition plant Zukunft ohne Assad

Die syrische Opposition will nach einem Sturz von Präsident Baschar al-Assad ein Szenario wie im Irak unbedingt vermeiden. Dort war nach dem Einmarsch der US-Truppen 2003 das komplette Staatswesen zusammengebrochen, was in der Folge zu grossen Problemen geführt hatte.

Personen stehen unter syrischer Fahne.

Bildlegende: Wer nach dem Sturz Assads die Macht übernehmen soll, ist unklar. Doch auch Regimetreue sollen weiterbeschäftigt werden. Keystone

Die Nationale Syrische Koalition erklärte, die Behörden sollten nach dem erwarteten Umsturz weiterarbeiten. Dabei wolle man auch Funktionäre einbeziehen, «die sich noch nicht öffentlich vom Regime distanziert haben».

Die Koalition, das grösste syrische Oppositionsbündnis, hatte zuvor an einer Konferenz teilgenommen. Dabei ging es auch um die Bildung einer Übergangsregierung. Damit tut sich die Koalition bisher jedoch schwer, weil auch einige der kämpfenden Rebellen einen Teil der Macht für sich beanspruchen.

Gespräche in Genf

Der Syrien-Sondervermittler der UNO und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, führt derweil in Genf Gespräche mit dem Vizeaussenminister Russlands, Mikhail Bogdanov, und dessen US-Amtskollegen William Burns.

Ziel des Treffens ist es, die Diskussion um eine politische Lösung des Konflikts in Syrien fortzusetzen. Damaskus hatte zuvor eine Aussage Brahimis verurteilt, wonach er den syrischen Machthaber Baschar al-Assad nicht als Teil einer künftigen Übergangsregierung sehe.