Syrische Rebellen nehmen Stadt Raka ein

Bei der Besetzung der nordsyrischen Provinzhauptstadt Raka haben Rebellen zwei hochrangige Funktionäre gefangengenommen. Dies berichten die Aktivisten. Zudem sei eine Statue von Präsident Assads Vater umgestürzt worden.

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Rebellen reissen die Assad-Statue nieder (unkommentiert).

0:29 min, vom 5.3.2013

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte veröffentlichte ein Video. Es zeigt den Gouverneur der Provinz Raka, Hassan Dschalili, und den Generalsekretär der regierenden Baath-Partei, Suleiman Suleiman, inmitten von Rebellen sitzend.

Einer der Aufständischen sagt in der Sequenz: «Alles, was wir wollen, ist, uns von dem Regime zu befreien.»

Assad-Statue zerstört

Nach Angaben der Beobachtungsstelle sind Dschalili und Suleiman die beiden hochrangigsten Funktionäre, die seit dem Beginn des Syrien-Konflikts vor fast zwei Jahren von Aufständischen gefangengenommen wurden. «Raka hat unter der Korruption des Gouverneurs sehr gelitten», sagte der Chef der Organisation, Rami Abdel Rahman.

Die Rebellen hatten am Montag die meisten Viertel der Stadt eingenommen. Rund um den Sitz des militärischen Geheimdienstes gab es laut der Beobachtungsstelle in der Nacht aber weiterhin Kämpfe mit syrischen Truppen und Milizen.

Ein Bewohner bestätigte, dass die Stadt eingenommen worden sei. Er sagte, eine Menschenmenge habe eine Statue von Präsident Baschar al-Assads Vater im Zentrum gestürzt. Videoaufnahmen zeigten Menschen, die auf einer grossen weissen Steinstatue herumtrampelten.