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International Taliban töten Isaf-Soldaten in Kabul

Bei einem Selbstmordattentat in Kabul sind drei Soldaten der internationalen Koalitionstruppen getötet und zahlreiche Zivilisten verletzt worden. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

US-Soldaten am Ort des Anschlags
Legende: Angehörige der US-Truppen in Afghanistan untersuchen die Stätte des Anschlags. Reuters

Bei einem Bombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind drei ausländische Soldaten getötet worden. Zunächst hatte das Kommando der Internationalen Schutztruppe (Isaf) von vier Toten gesprochen, diese Angaben aber
später korrigiert.

Zur Staatsangehörigkeit der Soldaten liegen derzeit keine Angaben vor. Gemäss Isaf wurden zudem fünf weitere Soldaten und mindestens 13 Zivilisten verletzt.

Taliban bekennen sich zum Anschlag

Der Anschlag wurde auf der Strasse zum Flughafen nahe der stark befestigten US-Botschaft verübt. Die heftige Explosion liess Gebäude im Zentrum Kabuls erzittern, an der US-Botschaft ertönte Sirenenalarm. Die Detonation zerriss mehrere Autos. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich in einer E-Mail zu dem Anschlag.

In Westafghanistan hatte bereits am Montag ein Attentäter in einer afghanischen Armeeuniform einen Isaf-Soldaten erschossen. Dies teilte der von der Nato geführte Truppenverband mit. Angaben zur Nationalität des Toten machte die Isaf auch hier nicht.

Kompromiss im Disput um Präsidentschaft?

Der Anschlag war die schwerste Attacke in Kabul seit Wochen. Stunden zuvor hatten sich die Kontrahenten im Streit um das afghanische Präsidentenamt nach offiziellen Angaben auf einen Kompromiss verständigt. Ein Sprecher des scheidenden Präsidenten Hamid Karsai sprach von einem «Durchbruch». Um das Wahlergebnis gibt es seit Monaten Streit.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Möge der Afghanistan-Einsatz der letzte seiner Art gewesen sein. Ein Konzept des vergangenen Jahrhunderts, das weder für Gegenwart noch Zukunft weiter tauglich ist. Längst hat sich die Situation insofern umgekehrt, als es gilt, die Länder des Westens und vor Ort zu schützen. Die Angelegenheiten muslimischer Länder sollten in der OIC, gelöst werden. Europa wird sich zukünftig ohnehin mit den Jihad-Rückkehrern aus Syrien zu beschäftigen haben und mit der atomaren Aufrüstung im Mittleren Osten.
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