Terroranschlag auf US-Kapitol vereitelt

Die US-Behörden haben einen jungen Mann festgenommen, der einen Anschlag auf das Parlamentsgebäude in Washington DC geplant haben soll. Der 20-Jährige hatte sich bereits ein Gewehr und 600 Schuss Munition besorgt.

Symbolbild: Eine Person geht vor dem Kaptiol vorbei.

Bildlegende: Das Kapitol in Washington DC wird derzeit renoviert. Reuters

Auch in den USA geht die Terrorangst um. Besonders gefürchtet werden sogenannte «Lone-Wolf-Attacks». Das sind unberechenbare Angriffe von Einzeltätern. Im neusten Fall hatte es ein junger Mann auf das Kapitol in Washington abgesehen.

Der 20-Jährige wurde gefasst, nachdem verdeckte Ermittler der Bundespolizei FBI mit ihm Kontakt aufgenommen hatten, wie das Justizministerium mitteilte.

Attacke aufs Kapitol geplant

Der Beschuldigte habe ausgesagt, er habe Rohrbomben in der Nähe des Kapitols zur Explosion bringen und dann auf flüchtende Angestellte des Kongresses schiessen wollen. Unklar ist, wie weit die Anschlagspläne des Verhafteten gediehen waren.

Nach Angaben des Justizministeriums hatte der Verhaftete bereits Waffen und Munition gekauft. So habe er ein Gewehr und 600 Schuss Munition erworben. Ausserdem habe er sich über den Bau von Rohrbomben informiert.

Grösste Gefahr sind «Lone Wolves»

Wie das Justizministerium weiter mitteilte, war der aus dem Bundesstaat Ohio stammende Mann in sozialen Netzwerken aktiv. Dort veröffentlichte er demnach Videos zur Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat.

US-Präsident Barack Obama warnt seit langem davor, die grösste Terrorgefahr gehe von Einzeltätern aus, die ohne enge Beziehungen zu internationalen Terrororganisationen wie Al-Kaida zuschlagen. Der Verdächtige im neusten Fall wurde nach seiner Verhaftung vor einem Bundesgericht in Ohio angeklagt.