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USA verschärfen Gangart Tillerson: «Botschaft an gemeinsamen Feind Iran»

Legende: Video Trump in Saudi-Arabien abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.05.2017.
  • Eine härtere Gangart gegenüber Iran ist eines der Hauptthemen des Besuches von Donald Trump in Nahost.
  • Dies zeigen auch die deutlichen Worte seines Aussenministers Rex Tillerson an die Adresse von Teheran.
  • In Iran kommt Washingtons Schulterschluss mit dem Erzfeind denkbar schlecht an, berichtet SRF-Korrespondent Pascal Weber.

US-Aussenminister Rex Tillerson sieht das mit Saudi-Arabien abgeschlossene Waffengeschäft vor allem als Nachricht an den saudischen Erzrivalen Iran. Es sende «eine starke Botschaft an unseren gemeinsamen Feind», sagte er bei einer Medienkonferenz mit seinem saudischen Amtskollegen Adel al-Dschubair in Riad.

Nach Informationen der «New York Times» will die Trump-Administration die arabischen Verbündeten in der Region auf eine härtere Linie im Verhältnis zum Iran und die Übernahme von mehr Verteidigungskosten einschwören.

Das Militärabkommen unterstützt die Sicherheit der ganzen Region angesichts des iranischen Einflusses.
Autor: Rex TillersonZum Rüstungsgeschäft der USA mit Saudi-Arabien
Tillerson mit dem saudischen König Salman.
Legende: Nach Jahren der Annäherung: Das Tauwetter zwischen Iran und den USA scheint vorderhand beendet. Reuters

US-Aussenminister Tillerson forderte denn auch Irans wiedergewählten Präsidenten Hassan Rohani auf, die Finanzierung des Terrorismus im Nahen Osten zu beenden und sein Programm zur Entwicklung von Raketen einzustellen: «Das ist es, was Rohani in seiner zweiten Amtszeit tun kann, wenn er die Beziehungen Irans zum Rest der Welt verbessern will».

Das Abkommen mit den Saudis unterstütze die Sicherheit des Landes und der gesamten Region angesichts des «iranischen Einflusses und der Bedrohungen an Saudi-Arabiens Grenzen von allen Seiten», sagte Tillerson.

Damit spielte er auf die Präsenz iranischer Kämpfer in Syrien und im Irak sowie die angebliche iranische Unterstützung der Huthi-Rebellen im Jemen an.

Irritationen in Teheran

Just zum Zeitpunkt, als im Iran die moderaten Kräfte bestätigt werden, vermelden die USA ein gigantisches Waffengeschäft mit dem Erzfeind Saudi-Arabien – und rüsten auch rhetorisch auf.

Legende: Video Pascal Weber zum Besuch Trumps in Riad abspielen. Laufzeit 01:11 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.05.2017.

Das sorgt für Irritationen, berichtet SRF-Korrespondent Pascal Weber, der sich derzeit in Teheran aufhält: «Viele Iraner sehen sich darin bestätigt, dass auf Washington kein Verlass ist und die USA ein falsches Spiel spielen.»

Neues Selbstbewusstsein in Riad

Gänzlich anders ist die Stimmungslage in Saudi-Arabien: Dort sei man ob dem erneuerten Schulterschluss mit den USA beruhigt, sagt Weber.

Denn die sanfte Annäherung der Obama-Administration an Iran habe in Riad Ängste geweckt: «Unter Trump wird das wieder ganz anders sein. Die USA wenden sich eher wieder ab vom Iran, und den Saudis zu.»

Trumps Vision von einem friedvollen Islam

US-Präsident Donald Trump setzt heute seinen Besuch in Saudi-Arabien fort. Der 70-Jährige wird zunächst an einem Gipfel des Golfkooperationsrates, einem Bündnis mehrerer Golfstaaten unter Führung Riads, teilnehmen. Der Höhepunkt des Tages wird eine am Nachmittag geplante Rede des US-Präsidenten bei einem Gipfel vor Dutzenden Staatschefs der islamischen Welt sein. Hier will Trump seine Vision von einem weltweit friedvollen Islam umreissen.

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54 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Hatten wir schon unter Reagan: Irak gegen Iran. Lachende Dritte: Rüstungsindustrie, Israel, SA u.a. Jetzt SA gegen Iran. Es freut Israel und die Rüstungsindustrie. Und die US- Kriegstreiber gegen Russland, welches in einem ruinösen, opfervollen Krieg hineingezogen werden könnte. Die üblichen diabolischen US-Israelischen Kriegspläne also, sie nehmen weitere Konturen an. Die Achse des Bösen ist nicht die, die uns suggeriert wird.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Wer tatsächlich etwas gegen den islamistischen Terrorismus unternehmen möchte, der muss seinem grössten Förderer, dem Schreckensregime in Riad, endlich die Rote Karte zeigen.Wer sich nicht weiter am Massensterben mitschuldig machen und am Massenmord im Jemen beteiligen will, der muss sofort alle Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien und an die anderen Golfdiktaturen stoppen. Die USA fördern dieses Massensterben durch ihre Waffen.
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Wie richtig. Das wahre Gesicht der USA seit 200 Jahren tritt hier zum Vorschein, nur mehr schlecht als recht kaschiert mit Reden von Sicherheit, Terrorbekämpfung usw.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Bei dem Besuch wurde ein milliardenschwerer Waffendeal unterzeichnet. Der machtpolitisch motivierte Krieg Saudi-Arabiens gegen den Jemen, der vor allem die jemenitische Zivilbevölkerung trifft, ist die Hauptursache für das sich täglich zuspitzende Elend. Das, was hier unter unseren Augen abläuft, ist nichts anderes als ein Massaker ungeheuerlichen Ausmasses durch die islamistische Kopf-ab-Diktatur Saudi-Arabien und nun mit Hilfe der USA.
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