Tote bei «letzter Schlacht» um libysche Stadt Sirte

Truppen der libyschen Regierung haben die «letzte Schlacht» um die Stadt Sirte ausgerufen. Sie kämpfen gegen die letzten verbliebenen Einheiten der Terrormiliz Islamischer Staat. Dabei kamen 34 libysche Kämpfer ums Leben, über 180 wurden verletzt.

Ein Kämpfer reinigt sein Gewehr.

Bildlegende: Die libyschen Regierungstruppen haben eine neue Offensive gegen den IS in Sirte gestartet. Keystone

Mithilfe von US-Luftangriffen haben Truppen der libyschen Regierung in den letzten drei Monaten die Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat in kleine Quartiere im Zentrum der Stadt Sirte zurückgedrängt. Nun haben die Regierungstruppen eine neue Offensive gestartet. Nach Informationen aus einem Lazarett kamen dabei 34 libysche Kämpfer ums Leben. Mehr als 180 seien verletzt worden.

Die vor allem aus Misrata stammenden libyschen Truppen erklärten, sie stünden kurz vor einem Sieg über den IS, sie müssten sich aber mit Selbstmord-Kämpfern, Scharfschützen und Minen auseinandersetzen. Die Truppen setzten Panzer und Raketen ein, um die Stellungen der IS-Scharfschützen zu bekämpfen. Der IS habe mit fünf Autobombenanschlägen versucht, den Vormarsch der libyschen Truppen zu stoppen.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Erster US-Angriff auf IS-Hochburg

    Aus Tagesschau vom 2.8.2016

    US-Streitkräfte haben erstmals die IS-Hochburg Sirte in Libyen angegriffen. Der Angriff wurde auf Wunsch der libyschen Regierung ausgeführt, betonte das Pentagon. Über das Vorgehen wurde wenig bekannt gegeben.

  • Ein libyscher Soldat steht Wache an einem Checkpoint.

    USA und weitere Staaten wollen Libyen Waffen liefern

    Aus Echo der Zeit vom 16.5.2016

    21 Spitzendiplomaten aus der ganzen Welt haben in Wien beschlossen, die neue Einheitsregierung in Libyen zu unterstützen, auch militärisch. Sie wollen das Embargo aufheben für Waffenlieferungen an die international anerkannte Regierung. Diese soll gestärkt werden im Kampf gegen den IS.

    Ralf Borchard