Touristen im Visier der Extremisten – gestern und heute

Seit 1997 wurden in Nordafrika mindestens acht Attentate auf Touristen verübt. Extremisten versuchen auf diese Weise der Wirtschaft des jeweiligen Landes zu schaden und damit Druck auszuüben.

Särge und im Hintergrund ein Swissair-Flugzeug

Bildlegende: Beim Attentat im ägyptischen Luxor von 1997 kamen 36 Schweizer ums Leben. Keystone

Mit Attacken auf ausländische Feriengäste wollen Extremisten häufig dem Tourismus und der Wirtschaft eines Landes schaden. Einige Fälle aus Nordafrika:

  • März 2015: Islamisten stürmen das Bardo-Nationalmuseum in Tunis und töten 22 Menschen. Auch zwei der Terroristen kommen ums Leben. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekennt sich zu dem Anschlag.
  • April 2011: Bei einem Bombenanschlag auf ein beliebtes Kaffeehaus in Marokkos Touristenhochburg Marrakesch sterben 17 Menschen. Unter den Toten sind drei Schweizer, Franzosen, Kanadier, ein Niederländer und ein Brite.
  • April 2006: Drei Sprengstoff-Attentate im ägyptischen Taucherparadies Dahab reissen mehr als 20 Menschen in den Tod, auch einen zehnjährigen Jungen aus Baden-Württemberg.
  • Juli 2005: Bei einer Serie von Anschlägen im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich sterben 66 Menschen, darunter mehrere ausländische Touristen. Mehr als 130 Menschen werden verletzt.
  • April 2002: Vor einer Synagoge auf der tunesischen Mittelmeerinsel Djerba explodiert ein mit Gasflaschen beladener Kleinlaster. Mehr als 20 Menschen, darunter 14 deutsche Touristen, kommen ums Leben. Das Terrornetzwerk Al-Kaida bekennt sich zu dem Attentat.
  • November 1997: Mitglieder der islamistischen Terrorgruppe Gamaa Islamija erschiessen im ägyptischen Luxor 58 Urlauber und mehrere Polizisten. Unter den Toten sind 36 Schweizer und 4 Deutsche.
  • September 1997: Neun Deutsche und der ägyptische Fahrer sterben bei einer Bombenattacke auf einen Touristenbus vor dem Ägyptischen Museum in Kairo.