Trotz Zugeständnissen: Atom-Verhandlungen mit Iran vertagt

Die Gespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm im kasachischen Almaty sind ergebnislos unterbrochen worden. Ein neuer Anlauf soll in Kürze in Istanbul erfolgen. Bis dahin will Teheran über das neue Angebot beraten. Ungeachtet dessen macht US-Aussenminister Kerry weiter Druck auf den Iran.

Der iranische Atom-Unterhändler, Saeed Jalili, während der Konferenz in Almaty.

Bildlegende: Der iranische Atom-Unterhändler, Saeed Dschalili, während der Konferenz in Almaty. Reuters

Während der Gespräche in Almaty haben der Iran und die fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschland zwei Tage ohne konkretes Ergebnis diskutiert. Teheran wurde ein neues Angebot mit auf dem Weg gegeben.

Darin bietet die sogenannte 5+1-Gruppe an, einige Sanktionen gegen den Iran zu lockern, so etwa im Bankensektor. Im Gegenzug soll Teheran die Anreicherung von Uran bis zu 20 Prozent stoppen, sagte der russische Vize-Aussenminister
Sergej Rjabkow.

Der Iran äusserte sich zu dem Angebot verhalten optimistisch. «Einige Vorschläge lagen näher an unseren als bisher», so Irans Chefunterhändler Said Dschalili. Er wies aber Forderungen zurück, dass Teheran die Uran-Anreicherungsanlage Fordo schliessen solle. «Wir sind bereit, über andere Themen zu diskutieren» sagte Dschalili: «Aber auf unser Recht werden wir nicht verzichten.»

Nächste Verhandlungsrunde im April

«Der Iran weiss, was er zu tun hat», sagte US-Aussenminister Kerry in Paris. «Der Präsident hat deutlich gemacht, dass er entschlossen ist, eine iranische Atombombe zu verhindern.» Die Gespräche in Almaty bezeichnete er aber als nützlich.

Als nächstes ist ein Expertentreffen in Istanbul geplant. Im April sollen Verhandlungen in Almaty folgen.