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Sitzung der US-Regierung Trump lässt sich huldigen

Er sieht sich selbst als den Besten. Der amtierende US-Präsident Donald Trump lobte sich an der ersten Kabinettsitzung selbst – und gab damit vor, was er hören wollte. Seine Minister machten es ihm nach.

Legende: Video Trump lässt seine Minister Loblieder singen abspielen. Laufzeit 0:52 Minuten.
Vom 13.06.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Regierung kam zum ersten Mal seit ihrem Amtsantritt vollständig zusammen.
  • Der TV-Sender CNN bezeichnete die Sitzung als die «seltsamste Kabinettssitzung aller Zeiten.»
  • Dies aufgrund der Vorstellungsrunde, die Trump durchführen liess: Der US-Präsident lobte sich selbst – seine Minister taten es ihm gleich.
  • In den sozialen Medien lösten die Videos der Vorstellungsrunde und der Huldigung Trumps viel Häme aus.

Ungewöhnliches tat sich gestern im Weissen Haus in Washington. Donald Trump traf sich zum ersten Mal mit seinem gesamten Kabinett zu einer Regierungssitzung, fast ein halbes Jahr nach der Amtsübernahme. Die Demokraten hatten die Bestätigung einiger Minister verzögert.

Es mangelt nicht an Selbstvertrauen

Präsident Donald Trump nutzte den ersten Teil der Sitzung – er war öffentlich – unter anderem für eine sehr spezielle Vorstellungsrunde. Bei der Trump zuerst sich selbst lobte: Nie habe ein Präsident, mit einigen Ausnahmen, mehr erreicht und mehr gemacht als er.

Nach immerhin 10 Minuten des Selbstlobes gab Donald Trump den Ball an seine Minister weiter, die um den ovalen Tisch versammelt waren. Obwohl man sich ja kenne, wie er sagte, liess er eine Vorstellungsrunde machen, beginnend bei Vizepräsident Mike Pence. Was dann folgte, bezeichnete der Sender CNN als «seltsamste Kabinett-Sitzung aller Zeiten».

Lobpreisungen aus dem Team

Die Minister, über 20 Personen, dankten Trump einer nach dem andern vor laufenden Kameras dafür, dass sie ihm dienen dürfen. Und sie lobten seine Arbeit und sein Team.

In den sozialen Medien gibt es viel hämische Kommentare auf diese Sitzung. Chuck Schumer, der Führer der Demokraten im Senat, veröffentliche folgenden Tweet dazu:

Auch Chuck Schumer lässt sich loben

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44 Kommentare

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  • Kommentar von daniel schulz (schulzi)
    Also ich finde für 100 Tage im Amt hat er doch schon einiges erreicht. Vieles konnte er einfach nicht richtig umsetzen, da ihm immer jemand im Weg steht! Man sieht ja an den Einschätzungen der Minister, dass er so schlecht auch nicht sein kann. Alle können ja wohl nicht falsch liegen... Gebt ihm doch einfach mal eine Chance!
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    1. Antwort von James Klausner (Harder11)
      Der erstaunte Leser ihres Kommentars fragt: Was genau ist "einiges"? Was konnte er nicht umsetzen und warum? Trump ist gewählt und hat jeden Tag eine Chance sich zu erweisen, jedoch seit 150 Tagen wartet die Welt auf seine Erleuchtung. Sie stehen mit 20 Menschen auf dem Zürcher Münster, der Reiseleiter springt vom Turm, ihm hinterher 10 Menschen. Denken sie dann auch, dass nicht alle mit ihrem Entscheid falsch liegen können? Springen Sie hinterher?
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    2. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      @ J. Klausner: Trump wurde mit dem Versprechen gewählt, die Beziehungen zu Russland zu entspannen. Genau dies versuchen die Wahlverlierer mit allen Mitteln zu verhindern. Der erstaunte Leser fragt sich, wie man dieses undemokratische Treiben gutheissen kann, unabhängig davon, ob man Trump mag oder nicht.
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    3. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      @Bernoulli: Die Republikaner sind traditionelle Russenfeinde. Das mit einem entspannten Verhältnis zu Russland können Sie vergessen, das ist Wunschdenken
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  • Kommentar von Karl Paul (Karl Paul)
    Wie im realexistierenden Sozialismus. Einfach nur absurd! Die USA sind auf dem Weg zu einer Diktatur. Liebe Freunde aus USA, wacht bitte auf, bevor es zu spät ist!
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Ja, sind sie schon lange, nur nicht so, wie Sie es sich vorstellen. Denken Sie nur darüber nach, wer wohl vom Volk ein Mandat erhalten hat, das Land zu regieren: die Gegner Trumps oder Trump? Respektiren dies die Gegner Trumps?
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    2. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Nicht ganz. Der Begriff realexistierender Sozialismus wurde von Honecker In den 70 Jahren geschaffen. Noch heute gibt es Länder , wie z.Bsp. China die den Begriff und Vorgehensweise mit Kapitalismus verbunden haben, in der Marktwirtschaft
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Ich bin manchmal erstaunt, wie schnell Ärzte bereit sind, bei einem Husten und Ähnlichem die Leute schon beim ersten Besuch zur bildgebenden Untersuchung zu schicken. Angst vor dem Restrisiko, einmal in 100 Fällen einen Krebs übersehen zu haben?
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