Türkei: Neun Tote bei Razzia gegen den IS

Bei einer Hausdurchsuchung in der Türkei kam es zu einem Feuergefecht zwischen der türkischen Polizei und Mitgliedern der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS). Neun Personen starben, darunter zwei Polizisten.

Ein Mann mit Gewehr richtet seine Waffe auf ein Gebäude. Neben ihm ein Panzer.

Bildlegende: Ein Mitglied der türkischen Spezialkräfte im Feuergefecht mit IS-Anhängern. Reuters

Bei einer Polizeirazzia in der türkischen Kurdenmetropole Diyarbakir sind laut Sicherheitskräften zwei Polizisten und sieben Mitglieder der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Zwei weitere Polizisten wurden verletzt.

Türkische Medien hatten zuvor berichtet, es seien Schüsse und Explosionen zu hören gewesen. Die Razzia hatte sich gegen mehrere Häuser gerichtet, in denen ein Versteck von IS-Anhängern vermutet wurde. Die Islamisten eröffneten daraufhin das Feuer.

Die Polizei befürchtete, dass sich noch weitere IS-Anhänger in dem Viertel versteckt hielten. Drei IS-Anhänger seien in Gewahrsam genommen worden.

Türkei verdächtigt IS mehrerer Anschläge

Die türkischen Sicherheitskräfte gehen seit dem Anschlag in Ankara mit mehr als 100 Todesopfern verstärkt gegen den IS vor. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan machte den IS, die kurdische Arbeiterpartei PKK, die syrische Kurdenmiliz PYD sowie den syrischen Geheimdienst für das Attentat verantwortlich.

Der IS wird auch für Anschläge in Diyarbakir und in der Stadt Suruc an der syrischen Grenze verantwortlich gemacht, bei denen im Juni und im Juli insgesamt fast 40 Menschen starben.