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Fast 60 Personen festgenommen Türkische Regierung geht gegen Börse in Istanbul vor

Legende: Audio Türkei: «In diesem Klima der Repression investiert niemand» abspielen. Laufzeit 04:16 Minuten.
04:16 min, aus Rendez-vous vom 12.05.2017.
  • Bei einem Einsatz gegen die Börse in Istanbul im Zusammenhang mit dem Putschversuch in der Türkei sind 57 Personen verhaftet worden.
  • Insgesamt wurden mehr als 100 Haftbefehle ausgestellt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.
  • Den Verdächtigen werde vorgeworfen, in den vereitelten Putsch im vergangenen Juli verwickelt gewesen zu sein

Wie die Zeitung «Habertürk» auf ihrer Homepage berichtete, richteten sich die Razzien gegen frühere Mitarbeiter der Istanbuler Börse. Ihnen werde vorgeworfen, den verschlüsselten Kurzmitteilungsdienst ByLock genutzt zu haben, der laut der Regierung eigens für die Gülen-Anhänger entwickelt wurde.

Sie sollen zudem Transaktionen für die Bank Asya ausgeführt haben, die einst zur Gülen-Bewegung gehörte und 2015 von der Regierung unter Zwangsverwaltung gestellt worden war.

Die Regierung in Ankara geht seit dem Putschversuch mit massenhaften Festnahmen gegen vermeintliche Gegner und mutmassliche Unterstützer der Revolte vor. Die offizielle Türkei vermutet, dass der in den USA im Exil lebende Prediger Fethullah Gülen hinter dem Putschversuch steckt, was dieser jedoch bestreitet.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    2) Das eine NATO-MItgliedland stationiert Truppen in dem anderen NATO-Mitgliedsland, die dann aber von den Parlamentariern des NATO-Mitgliedlandes nicht besucht werden dürfen. Und im Gegenzug müssen Soldaten aus dem anderen NATO-Mitgliedland aus eben diesem fliehen, weil sie dort an Leib und Leben bedroht werden. Das ist schon eine putzige Veranstaltung, diese NATO.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    1) Ein NATO-Mitgliedsstaat gewährt, nachvollziehbar, Soldaten aus einem anderen NATO-Mitgliedsstaaat politisches Asyl. Das eine NATO-Mitgliedsland sieht das Leben der Soldaten in dem anderen NATO-Mitgliedsland gefährdet. Dieses andere NATO-Mitgliedsland wirft dem Asyl gewährenden NATO-Mitgliedsland Unterstützung einer terroristischen Gruppierung vor.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Die Türkei gehört nun eindeutig auf die Liste der Diktaturen. Schluss mit dem Schmeichelkurs gegenüber der unerwünschten Person Erdogan.
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