Turbulenzen beendet: Lufthansa und Gewerkschaft finden sich

Rund 33'000 Lufthansa-Beschäftigte bekommen zwischen 3,0 und 5,2 Prozent mehr Lohn. Darauf einigten sich die Gewerkschaft Verdi und die Lufthansa, wie Verdi mitteilte.

Gestrichene Flüge und Verspätungen: Mit heftigen Warnstreiks hatte das Bodenpersonal der Lufthansa den Flugverkehr in den vergangenen Monaten behindert. Der Druck hat sich für die Mitarbeiter ausgezahlt.

Gewerkschaftsmitglieder nehmen am Warnstreik teil am Flughafen Berlin Tegel Ende April.

Bildlegende: Die Warnstreiks haben Lufthansa zu einem Entgegenkommen gezwungen - das Bodenpersonal erhält mehr Lohn. Reuters

Die Beschäftigten erhalten bei Lufthansa Systems, der Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo 4,7 Prozent mehr.

Für die Beschäftigten der Lufthansa AG sind es 3 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen werden den Angaben zufolge um insgesamt 5,2 Prozent erhöht.

Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von 26 Monaten, für die Dauer des Vertrags wurden betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Die Erhöhungen erfolgen in zwei Stufen jeweils zum 1. August 2013 und 2014.

Lufthansa betreibt rigoroses Sparprogramm

Verdi hatte Ende April mit einem landesweiten Warnstreik den Flugbetrieb bei der Lufthansa fast komplett lahm gelegt. Von knapp 1800 geplanten Flügen konnten nur 42 starten. 14'000 Beschäftigte beteiligten sich laut der Gewerkschaft an dem Streik.

Die Lufthansa durchläuft derzeit ein Spar- und Kürzungsprogramm. Der Konzern will unter anderem weltweit 3500 Stellen in der Verwaltung streichen und so zusammen mit anderen Schritten sein Ergebnis im laufenden Geschäft um 1,5 Milliarden Euro verbessern.