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International Ukrainisches Militär schlägt in Donezk zurück

Die ukrainische Armee und pro-russische Separatisten liefern sich in der Ostukraine heftige Gefechte. In der Grossstadt Donezk steht laut örtlichen Medien nach intensivem Artilleriebeschuss schwarzer Rauch über dem Bahnhof.

Panzer fährt durch die Stadt
Legende: Donezk ist eine Hochburg der Separatisten. Reuters/archiv

In der von pro-russischen Separatisten kontrollierten ostukrainischen Stadt Donezk ist es zu Kämpfen gekommen. Ein Anführer der Aufständischen sagte, die ukrainische Armee versuche mit mindesten vier Panzern und gepanzerten Fahrzeugen in die Stadt vorzustossen. Zivilisten flüchteten zu Fuss und in Minibussen aus der Kampfzone.

Die Stadtverwaltung warnte vor Kämpfen in bestimmten Strassen und rief deren Anwohner auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Ein Sprecher sagte lediglich, die Militäroperation sei in einer «aktiven Phase». Es sind die ersten schweren Kämpfe in der Region seit dem Absturz der malaysischen Passagiermaschine über der von den Separatisten kontrollierten Ostukraine.

«Leider gibt es Tote und Verletzte», sagte ein Behördensprecher. Ein Sprecher der Armee sagte, die Militäroperation sei in einer «aktiven Phase». Auch rund um den stillgelegten internationalen Flughafen kam es zu Schusswechseln. Im benachbarten Lugansk starben bei erbitterten Kämpfen mindestens zwei Zivilisten. Hier seien auch mindestens 26 Häuser durch Granatwerfer beschädigt worden, teilte die Stadtverwaltung mit.

Karte: Städte wie Kiew und Donezk sind eingezeichnet
Legende: Vorstoss der ukrainischen Armee SRF

Die ukrainischen Streitkräfte liefern sich seit drei Monaten Gefechte mit den Aufständischen im Osten des Landes. Die Städte Donezk und Lugansk gelten als wichtigste Hochburgen der Rebellen, die beide strategisch bedeutsamen Ballungszentren zu «Volksrepubliken» erklärt haben.

Nach der Einnahme der Rebellenhochburg Slawjansk vor knapp drei Wochen läuteten die Regierungstruppen auch Militäroffensiven auf Donezk und Lugansk ein, um die Aufständischen von dort zu vertreiben. Bislang konnten sie die beiden Städte aber nicht zurückerobern.

Flugzeugunglück

In Donezk sind derweil erste ausländische Experten zur Identifizierung der Opfer des Flugzeugabsturzes eingetroffen. Hier mehr.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von c.sieg, bern
    Ich finde es tragisch wird Russland oder besser gesagt Putin die ganze Zeit als Verbrecher bezeichnet! Ja die Waffentransporte, die er nicht unterbindet sind falsch aber was macht Europa und Amerika? Woher stammen sonst die Mittel um neue Waffen für die ukrainische Armee zu kaufen oder was ist mit den Militärberatern? Bitte eine präzisere und nicht nur prowestliche Berichterstattung!
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  • Kommentar von N.Belg, Luzern
    Heutige Nachrichten 19.30, am Anfang sofort "Russische Propaganda" und so verdreht, damit Leute nicht glauben... Erschreckend diese westliche Propaganda.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Erschreckend ist, dass es wie Anno dazumal Machtmenschen gibt, welche die Wünsche von Menschen nach Unabhängigkeit & Selbstbestimmung durch Waffengewalt verhindern. Weshalb respektiert die Regierung in Kiew nicht einfach, dass die Ost-Ukraine nicht in die EU will? Warum findet man keine Kompromisse? Mit etwas gutem Willen würden sich diese sicher finden lassen. Aber die Regierung ist so von Hass gegen Russland zerfressen, dass es wohl erst nach einer Abspaltung Ruhe in der Ukraine geben wird.
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    2. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      @E. Waeden: die Frage ist doch eher, warum die Separatisten schon zu Begrinn zur Waffe griffen, statt sich mit Massendemonstrationen, Streiks und auf politischem Wege Gehör zu verschaffen. Gerade wenn der Rückhalt in der östlichen Bevölkerung wirklich so gross ist wie gerne behauptet, wäre dies eine gangbare, friedliche Alternative gewesen. Stattdessen ging man sofort auf gewaltsamen Konfrontationskurs und initiierte die Gewaltspirale.
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    3. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Richtig, Otto Würz! Ausserdem hat schon Janukowitsch mit der EU über das Assoziierungsabkommen bis zur Unterschriftsreife verhandelt, ohne dass es im Donbass zu Protesten gekommen wäre, und obwohl dieser Präsident aus dem Osten stammte, hat er sich keinen Deut um mehr Eigenständigkeit für seine Region gekümmert. Das Ganze ist eine üble Inszenierung auf dem Rücken der einfachen Menschen.
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    4. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Der Anfang der Gewalt war in Kiew, wo eine Demonstration auch friedlich begann. Aber wie bei allen Demonstrationen weltweit, gibt es dann immer Gruppierungen, die gewalttätig werden & randalieren. Und betreffen Kiew weiss man ja mittlerweile, dass diese die Übergangsregierung angeheuert hatte. Könnte doch ein Grund sein, dass sich deshalb die Aufständischen im Osten von Anfang an bewaffnet haben, oder? "Wer Gewalt sät, erntet Gewalt."
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    5. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      E.Waeden, Sie können alles so gut erklären, so lange es nur immer schön Wasser auf die Mühlen Ihres geliebten "Weltenretters" aus Moskau ist :-) An den von Herrn Würz und mir erwähnten Tatsachen ändert das aber nichts!
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  • Kommentar von Petermann, Zurich
    Es ist erschreckend, wie verzerrt auch die Schweizer Medien sind in dieser Sache. Ohne Sympathie für eine der beiden Seiten würde ich doch von den Reportern erwarten, dass sie ihren Job besser machen als man aufgrund dieser einseitigen und europafreundlichen Reportagen vermutet. Von mir gibt es für den Reporter eine Schulnote 1!
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