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Mindestens 19 Tote Unbekannte attackieren UNO-Soldaten in Mali

Soldaten der UNO-Friedenstruppe in einem Fahrzeug.
Legende: Soldaten der UNO-Friedenstruppe werden in Mali immer wieder Ziel von Angriffen. Reuters/Archivbild
  • Am Montag ist es zu zwei Angriffen auf UNO-Stützpunkte in Mali gekommen.
  • Bei der Attacke in Douentza am frühen Morgen starben vier Menschen.
  • Am Abend wurde zudem ein UNO-Lager in Timbuktu überfallen. Dabei kamen insgesamt 15 Menschen ums Leben.

Beim Überfall in Timbuktu und der anschliessenden Verfolgung der Angreifer mit Helikoptern starben insgesamt 15 Menschen, unter ihnen alle sechs Angreifer, fünf malische Wachtposten, ein Polizist und ein Zivilist. Dies teilte die UNO-Friedensmission Minusma mit. Sieben weitere Personen seien bei diesem Überfall verletzt worden, unter ihnen auch mehrere UNO-Soldaten.

«Abscheuliche Verbrechen»

UNO-Generalsekretär António Guterres verurteilte die beiden Attacken vom Montag und betonte in einer Erklärung, dass Angriffe auf UNO-Friedenstruppen nach internationalem Recht als Kriegsverbrechen gelten könnten.
Auch Minusma-Befehlshaber Mahamat Saleh Annadif verurteilte die Angriffe als «abscheuliche Verbrechen». Zunächst bekannte sich niemand zu den Attacken.

Einer der gefährlichsten Einsätze weltweit

Mali war nach einem Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt, mehrere islamistische Gruppierungen brachten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein.

Frankreich wird inzwischen von der UNO-Mission unterstützt. Die Mission zur Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes zählt zu den gefährlichsten UNO-Einsätzen weltweit. Mehr als 15'000 UNO-Soldaten und Polizisten bemühen sich um eine Stabilisierung des Landes.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Wirklich, Mali? Gibt es aus Europa nichts mehr zu berichten, aktuell zum Beispiel aus dem deutschen Göttingen? (welt-200-Beteiligte-bei-Schlaegerei-in-Goettingen)
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Ueber all diese (täglichen!) Terror- und Hass-Angriffe gegen unschuldige Menschen, schreien die Gutmenschen, die Medien oder schockierte Musikstars und Schauspieler(innen) nie auf! Der "IS" und andere Dauerterroristen können töten, morden und Bomben zünden, so oft sie wollen! Das ist kein "Rassismus"! Gegen diese Art Gewalt muss "man" sich nicht dermassen ins Entsetzen stürzen und ganze Seiten mit bestürztem Gejammer fettgedruckt füllen! Vielleicht auch ein Grund, dass es "Rechtsextreme" gibt!
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Was genau ist der Konflikthintergrund den da wirklich?
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