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Unglück in Südfrankreich Vier Kinder sterben bei Schulbus-Unfall

Legende: Video Bilder vom Unfall in Perpignan abspielen. Laufzeit 00:14 Minuten.
Aus News-Clip vom 14.12.2017.
  • Der Unfall ereignete sich im äussersten Südwesten Frankreichs an einem Bahnübergang im Dorf Millas westlich von Perpignan.
  • Laut Polizei sind dabei mindestens vier Kinder ums Leben gekommen. 20 weitere Personen wurden verletzt, elf davon schwer.
  • Ein Regionalzug hatte den Schulbus um etwa 16 Uhr bei einem Übergang am Heck erfasst. Wie genau es zum Unfall kam, ist allerdings noch unklar.

Erste Bilder vom Unfallort bezeugten die Wucht des Aufpralls. Französische Medien berichteten, dass die Kollision den Bus in zwei Teile gerissen habe.

Der Zug war auf einer Strecke westlich von Perpignan zur Stadt Villefranche de Conflent unterwegs. Die französische Verkehrsministerin Elisabeth Borne sprach auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter von einem «schrecklichen Unfall».

95 Feuerwehrleute, zahlreiche Polizisten und mehrere Helikopter waren nach Angaben der Präfektur im Einsatz. Laut Nachrichtensender Franceinfo war der Zug gegen 16.00 Uhr auf den hinteren Teil des Busses geprallt. Wie es zu dem schweren Unfall kam, blieb zunächst offen. Premierminister Philippe sagte, die Justiz habe eine Untersuchung eingeleitet.

Legende: Video Situation nach dem Unfall (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 01:34 Minuten.
Aus News-Clip vom 14.12.2017.

«Der Aufprall war sehr stark», sagte eine Frau, die in dem Zug sass. «Wir hatten den Eindruck, dass der Zug entgleist und sich auf die Seite legen wird», fügte sie laut Regionalzeitung «L'Indépendant» hinzu.

Der französische Präsident Emmanuel Macron twitterte, seine Gedanken seien bei den Opfern des «schrecklichen Unfalls» und ihren Angehörigen. Der Staat tue alles, um zu helfen.

Legende: Beim Zusammenstoss zwischen einem Schulbus und einem TER-Zug kamen sechs Kinder ums Leben. SRF

Dritter schwerer Unfall seit 2015

2015 kamen beim Unglück eines französischen TGV-Testschnellzugs im Elsass elf Menschen ums Leben, 42 weitere wurden verletzt. 2013 gab es sieben Tote, als ein Intercity-Zug kurz vor dem Bahnhof von Brétigny-sur-Orge im Département Essonne entgleiste.

Das neuerliche tödliche Unglück dürfte die Debatte über das System der Bahnübergänge anheizen. Bei der Kollision eines Zuges mit einem Auto in Condé-sur-Huisne im Nordwesten Frankreichs waren 2015 drei Menschen ums Leben gekommen. 1997 wurden an einem Bahnübergang in der Nähe von Port-Sainte-Foy in Westfrankreich 13 Menschen getötet, als ein Regionalzug einen Tanklaster erfasste.

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