UNO fordert freie Fahrt für Helfer in Syrien

Die Russen stimmen einer UNO-Resolution zu Syrien überraschend zu. Ob das Papier der Zivilbevölkerung tatsächlich hilft, ist fraglich.

Nach einem Luftangriff in Aleppo wird ein kleines Mädchen lebend aus Trümmern gerettet.

Bildlegende: Syrische Zivilisten sind täglich Bombardierungen, Artillerieangriffen und Autbomben ausgesetzt. Reuters

Die Hälfte der Menschen in Syrien braucht dringend Hilfe. «Zivilisten sind die täglichen Opfer der Brutalität», erklärt UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon. Eine Resolution soll dies nun ändern.

Der UNO-Sicherheitsrat fordert in dem Papier, syrische Zivilisten zu schonen und humanitären Helfern freien Zugang zu gewähren. Alle 15 Ratsmitglieder haben die Resolution angenommen – auch die Russen und Chinesen. Mit ihrem Veto hatten sie zuvor bereits drei Syrien-Resolutionen blockiert. Auch diesmal kündigte Moskau Widerstand an, stimmte schliesslich aber doch zu.

Die Resolution droht mit «weiteren Schritten», sollten die syrischen Bürgerkriegsparteien die Forderungen der UNO missachten. Der ursprüngliche Resolutionsentwurf sah dafür noch Sanktionen von, was Russland aber strikte ablehnte.

«Diese Resolution ist ein Durchbruch. Aber die Hungernden in Syrien können keine Worte essen», teilte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch mit. Russland und Iran müssten bei ihrem verbündeten syrischen Regime darauf drängen, die UNO-Beschlüsse einzuhalten.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Syriens Chefunterhändler al-Jaafari in Genf

    Syrien-Gesprächsrunde ergebnislos beendet

    Aus Echo der Zeit vom 15.2.2014

    Kaum eine halbe Stunde dauerte das letzte Gespräch der zweiten Syrien-Gesprächsrunde - dann trennten sich Vertreter von Opposition und Regime in Genf. Uno-Sondervermittler Lakhdar Brahimi hat so gut wie nichts erreicht.

    Rainer Hartmann

  • Kinder im Syrien-Konflikt

    Aus 10vor10 vom 5.2.2014

    Ein UNO-Bericht zeigt, dass im Syrien-Konflikt schwere Verbrechen an Kindern begangen werden. Sie werden misshandelt, eingesperrt, entführt, vergewaltigt und umgebracht. Regierungstruppen seien für die Folterungen verantwortlich, aber auch die Widerstandskämpfer missbrauchten die Kinder als Helfer und kleine Soldaten.