UNO-Sanktionen reizen Nordkorea – Waffenstillstand auf der Kippe

Die ganze Welt gegen ein kleines Land – das Atomwaffen hat. Die UNO wollen den Druck auf Nordkorea deutlich erhöhen. Doch das Regime gibt sich hart und droht gar mit dem Ende Waffenruhe.

Kim Jong Un und einige Generäle

Bildlegende: Nordkorea droht: Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verschärfen sich. Keystone/archiv

Das nordkoreanische Regime muss sich auf neue Sanktionen durch die Weltgemeinschaft gefasst machen: Die USA und China haben sich auf einen Resolutionsentwurf für weitere Sanktionen gegen Nordkorea verständigt. Damit soll das Land für seinen jüngsten Atomtest bestraft werden.
 
Über den Entwurf soll nach Angaben des chinesischen Botschafters Li Baodong am Donnerstag abgestimmt werden. Weil China, der traditionelle Verbündete Nordkoreas, mit an Bord ist, gilt eine Verabschiedung des Resolutionsentwurfs als sicher.

Vorgesehen sind neuerliche Reiseverbote und Kontensperrungen, die Sanktionen sollen erstmals aber auch den diplomatischen Apparat des kommunistischen Regimes treffen.

Aufhebung des Waffenstillstandes

Nordkorea hatte unmittelbar vor der Sitzung des Sicherheitsrates mit der Aufhebung der Waffenstillstandsvereinbarung von 1953 gedroht. Pjöngjang begründet seine Drohung vor allem mit einem Militärmanöver der US-Streitkräfte mit Südkorea.

An dem Manöver nehmen nach Angaben der US-Streitkräfte etwa 10'000 amerikanische Soldaten teil. Südkorea mobilisiert 200'000 Soldaten. Die USA haben in Südkorea 28'500 Soldaten zur Abschreckung des kommunistischen Nordkoreas stationiert.