UNO: Wer zahlt, soll besser informiert werden

Die Schweiz kritisiert den Budgetprozess der UNO. Die Mitgliedsstaaten hätten zu wenig Informationen darüber, welche Resultate ihr investiertes Geld erbringen.

Uno-Hauptsitz in Genf mit Uno-Fahne

Bildlegende: Der stellvertretende Schweizer Botschafter in New York bemängelt die fehlende Transparenz im Budget der UNO. Keystone

Der Umgang der Vereinten Nationen mit ihren Finanzen stösst bei der Schweizer UNO-Mission auf Kritik. In einer Rede vor der Budgetkommission hat der stellvertretende Schweizer Botschafter in New York, Thomas Gürber, die Struktur des Budgets kritisiert. Der gegenwärtige Budget-Prozess müsse gründlich reformiert werden. «Die wichtige Verbindung zwischen der Bereitstellung der Ressourcen und der Leistung der Organisation wird nicht gemacht», sagte Gürber.

Zu wenig Informationen über Resultate

Zwar wüssten die Mitgliedsstaaten sehr genau, wie viel sie in die UNO investierten, sie erhielten aber keine Übersicht über die Resultate und die erzielte Wirkung der Organisation.

Die fragmentierte Struktur und die Präsentation des Budgets verschleiere das Gesamtbild. «Zur Zeit scheinen weder das Generalsekretariat noch die Mitgliedsstaaten einen strategischen Überblick über den Budget-Prozess zu haben», sagte der Diplomat.

Budgetkürzungen kritisiert

Gürber beklagte auch, dass das Büro der Hochkommissarin für Menschenrechte in Genf Kürzungen hinnehmen müsse, obwohl die Arbeit des Kommissariats zunehme. Auch dass das Umweltprogramm nicht wie geplant aufgestockt werde, entspreche nicht den Entscheidungen des Umweltgipfels von Rio.