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International US-Kongress lädt Netanjahu ein – hinter Rücken von Obama

Freunde waren Obama und Netanjahu noch nie. In Sachen Atomverhandlungen mit dem Iran sind sie sich seit langem über Kreuz. Jetzt giesst der US-Kongress Öl ins Feuer.

Portrait von Obama.
Legende: Umgangen: US-Präsident wusste nichts von der Einladung Netanjahus. Keystone

Zwischen Israel und den USA droht ein schwerer Streit. Grund ist eine geplante Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor dem US-Kongress. Die Einladung sprach der Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner, aus – ohne das Weisse Haus informiert zu haben. Themen der Rede: Die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm und den radikalen Islam.

Die israelische Zeitung «Jediot Achronot» berichtete am Mittwoch, Netanjahu habe die Einladung des Republikaners angenommen. Sprecher des Weissen Hauses und Aussenminister John Kerry äusserten sich deutlich verärgert. «Es ist ungewöhnlich, von dieser Einladung vom Büro des Sprechers zu hören», meinte Kerry, der bei seinen Ausführungen vor Journalisten sichtlich erregt wirkte.

Doch dahinter steckt eine wohl kalkulierte Provokation. Viele Republikaner – und Netanjahu – betrachten die laufenden Verhandlungen mit dem Iran über dessen Atomprogramm mit tiefer Skepsis. Mehr noch: Einige planen sogar, noch während der Gespräche – die noch bis zum Sommer dauern dürften – weitere, schärfere US-Sanktionen gegen Teheran zu verhängen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Sahli, Rubigen
    Es kommt, wie es kommen muss. Das war ja vorauszusehen und ist erst der Anfang. Die Reps sind einfach unverbesserlich. Bei uns heisst es "hütet Euch am Morgarten". Nun heisst es "hütet Euch vor den Reps". Die werden uns noch schwere Brocken bescheren. Die haben vom Desaster mit den beiden Bush Präsidenten nichts gelernt. Fox-News und die Tea-Party werden nun nicht mehr zu bremsen sein. Das ist Amerika. Die interessiert nur was ihnen Vorteile bringt + hilft. Freude herrscht.
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    1. Antwort von Walter Wieser, USA
      @ Urs Sahli. Schreiben sie nicht einfach irgend etwas was sie nicht verstehen. Der US Kongress hat das Recht solche Einladungen zu vollziehen. Da Herr Obama sich kategorisch weigert mit dem vom Volk gewaehltenn Kongress zusammenzuarbeiten muss dieser halt selbst etwas unternehmen. Diese Einladung wurde im uebrigen auch von einer grossen Anzahl DEMOKRATEN mitgetragen. Auch viele von diesen haben von ihrem Praesidenten die Nase voll! Man nennt das Demokratie glaube ich.
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Wobei Amerika ja schon lange kein demokratisches Land mehr ist, weil sie vielen Ländern ihr Verständnis für Demokratie & ihren Willen aufzwingen wollen. Obama, genauso die Reps ein anderes Land wie z. B jetzt Russland im Eigeninteresse vollständig ruinieren wollen. Das tun in der Regel nur Diktaturen, aber keine Demokratien. Fazit: Amerika ist schon unter Senior Bush zu einer Diktatur mutiert.
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