Zum Inhalt springen
Inhalt

International US-Konzerne helfen Obama beim Klimaschutz

Die US-Regierung konnte mehr als ein Dutzend Grossunternehmen für den Kampf gegen den Klimawandel verpflichten. Konzerne wie Apple, Coca Cola und General Motors machten Zusagen für die Reduzierung des CO2-Ausstosses in ihren Werken.

Werk von Alcoa
Legende: Der Aluminiumkonzern Alcoa will die Emissionen um bis zu 50 Prozent senken. Reuters

US-Präsident Barack Obama hatte den Kampf gegen die Erderwärmung zu einer Priorität erklärt, im Kongress stösst er aber auf den Widerstand der Republikaner. Mit einer Klimaschutz-Verpflichtung wollen 13 Grossfirmen nun Obamas Umweltpolitik unterstützen.

Die Firmen, darunter Google, Apple, Coca-Cola, Pepsi, der Alu-Hersteller Alcoa und der Autobauer General Motors veröffentlichten in Washington ihre Versprechen, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Mobilisierungskampagne vor Klima-Gipfel

Sie sagten zu, den Ausstoss von klimaschädlichem Kohlendioxid bei der Produktion zu senken, Müll zu vermeiden und in erneuerbare Energien zu investieren.

Obamas Berater Brian Deese sagte, der Vorstoss sei der Beginn einer grösseren Mobilisierungskampagne vor den Klima-Verhandlungen in Paris. Weitere US-Firmen würden folgen.

Bei dem Gipfel Ende des Jahres in Paris soll ein globales Klimaabkommen verabschiedet werden, um die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Dazu sollen alle Staaten freiwillige Ziele zur Minderung des CO2-Ausstosses zunächst bis 2030 festlegen.

«Ambitionierte Ziele»

An der Initiative nehmen auch die Geldhäuser Bank of America und Goldman Sachs, der Energieversorger Berkshire Hathaway Energy, der Nahrungs- und Futtermittelkonzern Cargill, der Einzelhandelsgigant Walmart sowie das Logistikunternehmen UPS teil.

Vertreter der 13 Konzerne machten ihre Zusagen bei einem Treffen mit Aussenminister John Kerry am Montag offiziell. Mindestens 140 Milliarden Dollar sollen in den kommenden Jahren in den Aufbau einer kohlenstoffarmen Wirtschaft fliessen, hiess es aus Regierungskreisen in Washington.

Ausserdem seien zusätzliche 1600 Megawatt an Kapazitäten für erneuerbare Energien geplant. Jedes Unternehmen habe sich «ambitionierte Ziele» gesetzt, die Emissionen sollen dabei um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von freddy tobler, zh
    CO2 reduzieren.... um den schein zu wahren. was ist mit fracking? Was mit der gentech Verseuchung? Was mit dem überfischen? Was ist mit co2 durch fleischkonsum? Was ist mit der Erderwärmung durch zubetonierung? Was ist mit endlichen ressourcen? Was ist mit dem endlosen Wachstum? Wie jeder organismus der ewig wächst, wie zB Krebs, werden wir unseren Wirt töten und unter dem eigenen Gewicht kollabieren. ich hoffe es trift das system und nicht die erde.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Umweltschutz ist eine Voraussetzung für künftigen, längerfristigen Erfolg. Das weiss keiner besser als die grossen Konzerne. Nur möglichst gesunde Konsumenten sind auch gute Konsumenten. Selbst wenn alle reichen Menschen immer mehr verbrauchen, genügt dass nicht, um die enormen Gewinne der Superreichen zu generieren. Wenn die Wirtschaft wegen allmählicher Vergiftung zusammenbricht, bricht der Konsum ein. Und das wollen die grössten Wirtschaftsnationen ganz bestimmt nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen