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International US-Waffen geraten an Al-Kaida-Ableger in Syrien

Die USA haben sie ausgebildet und ausgerüstet, damit sie in Syrien islamistische Extremisten bekämpfen. Nun hat diese Gruppe von syrischen Rebellen einen Teil ihrer Waffen abgegeben – ausgerechnet an eine Miliz, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbunden ist.

Es ist ein weiterer Rückschlag für die amerikanische Syrien-Politik. Eine halbe Milliarde Dollar hat Washington bereitgestellt, um in Syrien eine moderate Rebellen-Truppe aufzubauen. Über 5000 Mann sollten jedes Jahr mit amerikanischen Waffen in den Kampf geschickt werden. Die Rebellen sollten gegen die Extremisten der Terrormiliz IS vorgehen.

Doch schon seit längerem gibt es Berichte, dass die Amerikaner nicht genügend Rekruten finden, die an dem Programm teilnehmen wollen. Eine erste Gruppe, die dann doch in den Einsatz geschickt wurde, ist von Kämpfern der radikalen Al-Nusra-Front angegeriffen und aufgerieben worden.

Ein Viertel des Materials

Eine zweite Gruppe von rund 70 Mann hat nun einen Teil ihrer Ausrüstung gleich direkt an die Al-Nusra-Front abgegeben, wie das US-Militär zugeben musste. Ausgehändigt worden seien rund 25 Prozent des Materials, darunter sechs Armee-Lastwagen sowie Munition. Offenbar wollten die von den USA ausgebildeten Rebellen damit sicherstellen, dass sie auf ihrem Weg ins Einsatzgebiet nicht angegriffen werden.

Dass US-Waffen in die Hände der Al-Nusra-Front geraten, ist brisant. Die Truppe gilt als syrischer Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Das US-Militär erklärte, die Übergabe von Material an die Al-Nusra-Front sei ein Verstoss gegen die Regeln des Ausbildungsprogramms. Eine «angemessene Reaktion» werde geprüft.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    "Die USA haben im UN-Sicherheitsrat einen Vorschlag Russlands, wonach der IS auf die internationale Sanktionsliste gesetzt werden soll, abgelehnt. Moskau kritisiert, dass die Organisation zwar als Terror-Organisation eingestuft wird, doch Sanktionen werden nicht umgesetzt, berichtet RIA Novosti." Deutsche Wirtschafts Nachrichten.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Es gibt genug Hinweise, dass die USA ungeniert absichtlich auch terroristische Organisationen wie Taliban, Al-Kaida und nun auch IS unterstützen, wenn diese dafür eingesetzt werden können, die erklärten Feinde (Assad, Russland, Iran usw.) zu bekämpfen. Der Kampf der USA gegen den IS ist eindeutig ein nur "tun-als-ob". Z.B. existieren genaue Bilder der Aufrüstung Russland in Syrien. Warum sind die USA nicht fähig, dasselbe für die Tätigkeit des IS zu tun und diesen gezielt anzugreifen?
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  • Kommentar von Udo Gerschler (UG)
    War Hoffendlich kein Softwarefehler.Dendas steuern die auch schon Jahre.
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